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Gesundheitstipps

Wo Bio drauf steht – ist auch Bio drin?

Wer kennt den Unterschied zwischen Bio und Bio? Wie viel Bio steckt wirklich in unseren Lebensmitteln, die als Bio-Ware verkauft werden.
In geraumen Zeitabschnitten, werden immer wieder diverse Skandale im Lebensmittelbereich aufgedeckt. So auch im Bereich der Bio-Lebensmittel.

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Wer kennt den Unterschied zwischen Bio und Bio? Wie viel Bio steckt wirklich in unseren Lebensmitteln, die als Bio-Ware verkauft werden.
In geraumen Zeitabschnitten, werden immer wieder diverse Skandale im Lebensmittelbereich aufgedeckt. So auch im Bereich der Bio-Lebensmittel. Da stellt sich plötzlich heraus, dass Firma xyz gar keine Bioprodukte verwendet, auch wenn es auf der Verpackung steht. Somit wird jedes Mal wieder das Vertrauen der Bevölkerung missbraucht. Unter diesem Betrug leiden jedoch insbesondere die Landwirte, die Ihren Anbau oder die Tierzucht vollkommen umgestellt haben und zu 100% biologisch produzieren. Doch es gibt auch den kleinen Schwindel mit den Bioprodukten, wenn von oberster Ebene, sogenannte Bio- oder auch natürliche Produkte, nur einen gewissen Prozentsatz an biologische Rohstoffe enthalten müssen. Diese Fakten kennen die wenigsten. Richtig ist es trotzdem nicht, da das Bild von Bioprodukten in den Köpfen der Menschen wahrscheinlich ein anderes ist, als es die Realität oft zeigt.

Der kleine Bio-Schwindel – Was wissen wir wirklich

Das Bewusstsein über unsere Ernährung hat sich in den letzten Jahren wieder stark verändert. Ein Großteil der Bevölkerung schaut nicht mehr nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität der Waren, ihre Herkunft und wo sie produziert wurden. Galten Bioprodukte eine Zeit lang als verpönt und man wurde belächelt, wenn man sie gekauft hat, so haben sie sich mittlerweile zu einer Art “Trendprodukt” entwickelt. Man kann schon sagen, dass es “In” ist, wenn man Bio kauft. Rückblickend auf das erste Quartal von 2012 stiegen die Umsätze im Bereich der Bio-Lebensmittel und Drogerieprodukte um 3,3% an (vgl. www.nielsen.com). Dieser Wachstumstrend kann sicherlich auch im Jahr 2013 fortgesetzt werden.
Bioprodukte finden sich in den verschiedensten Bereichen unseres Leben, z.B. bei Kosmetik Produkten, Bekleidung, Möbeln und Verpackungen. Der größte und bekannteste Bereich findet sich jedoch bei Lebensmitteln. Die hier vertretenen Firmen haben sich auf natürliche Produkte bzw. auf Bioprodukte spezialisiert. Beispiele hierfür sind Andechser Natur, Alnatura, Rapunzel aber auch Unternehmen wie P. Jentschura und Bionade. Es gibt eine Vielzahl an Ladengeschäften in denen man biologische Produkte kaufen kann. Viele dieser Marken finden sich nicht mehr nur in Reformhäusern, sondern auch in Supermärkten, die sich auf biologische Waren spezialisiert haben, Beispiele hierfür sind: Alnatura Supermärkte oder Denn’s Bio-Markt.

 

Doch welche Gründe stecken hinter der verstärkten Nachfrage nach biologischen Produkten? Das folgende Diagramm enthält einige ausgewählte Beispiele. 

Was jedoch einem Großteil der Konsumenten nicht bewusst ist, Bio ist nicht gleich Bio.

Biowaren, innerhalb der EU, müssen das EU-Bio Logo tragen. Man erkennt es an einem hellgrünen Hintergrund, auf dem sich Sterne, in Form eines Blattes befinden. Produkte mit diesem Siegel stammen jedoch nur zu 95% aus ökologischem Anbau. Zudem ist es erlaubt, dass Produkte mit diesem Siegel, bis zu 0,9% gentechnisch veränderte Rohstoffe enthalten dürfen. Ein deutscher Hersteller hat zudem auch die Möglichkeit seine Produkte mit dem deutschen Bio-Siegel zu versehen.

Voraussetzung hierfür ist ebenfalls, dass 95% der Zutaten ökologisch erzeugt werden müssen. Zu den 5%, die nicht biologisch sein müssen, gehören Hefe, Wasser und Salz. Hierzulande gibt es einige Institutionen, die sich der vollkommen biologischen Erzeugung von Produkten verschrieben haben. Die ökologische Landwirtschaft in Deutschland, kann auf zwei Begründer zurückgeführt werden, die jeweils eigene Konzepte entworfen haben.

 

Die erste Richtung beschreibt die biologische – dynamische  Landwirtschaft von Rudolf Steiner (1861 – 1925). Heute ist sie unter dem Namen Demeter bekannt. Eine zweite Form, ist die organisch – biologische Landwirtschaft. Sie geht auf Hans Müller (1891 – 1988) zurück und läuft heute unter dem Namen Bioland. Hinter den Begriffen Demeter und Bioland verbergen sich zudem zwei Gütesiegel die 100% biologische Produkte versprechen, die durch eine ökologische Landwirtschaft erzeugt wurden. Zudem besitzen beide Gütesiegel strenge Richtlinien, die im positiven Sinne von den EU Bio-Richtlinien abweichen.

Im Folgenden findet sich ein Vergleich zwischen dem Bioland Verband und der EG – Ökoverordnung.

 

Bioland Richtlinien

EG – Öko Verordnung

Die Höhe der Stickstoff Düngung orientiert sich am zulässigen Tierbstand pro Fläche Die Höhe der Stickstoff Düngung ist nicht begrenzt, Dünger der aus Tierhaltung stammt
wird auf 170kg pro Ha begrenzt
Organische Dünger, Blut, Fleisch und Knochenmehle sind verboten Kein Verbot von organischen Düngern
Tieranzahl pro ha.: 140 Legehennen, 280 Hähnchen und 10 Mastschweine pro ha. Tieranzahl pro ha. 230 Hennen, 580 Hähnchen und 14 Mastschweine pro ha.
Keine Vewendung eines Kuhtrainers Verwendung nicht geregelt
Verbot ganzjähriger Silagefütterung Verwendung nicht geregelt
Schadstoffe werden bei der Standortwahl beim Pflanzenanbau berücksichtigt keine Regelung
Produkt wird als Bio gekennzeichnet wenn es 100% biologisch ist Proodukt wird als Bio gekennzeichnet wenn es nur zu 95% biologisch ist

 

Anhand der Tabelle, lassen sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Verordnungen erkennen. Der Kunde wird jedoch im Fall der EG Öko-Verordnung ein wenig hinters Licht geführt. Positiv hervorzuheben ist, dass beispielsweise im Fall von Demeter und Bioland die Produkte nicht nur ökologischen Anforderungen entsprechen, sondern auch ökonomische und soziale Kriterien hinzukommen. Für Konsumenten von Demeter und Bioland bedeutet es, dass sie vorwiegend saisonale Produkte aus der Region kaufen, die ökologisch angebaut und sozialverträglich erzeugt wurden. Ein weiterer Pluspunkt des ökologischen Landbaus liegt in der Schaffung von Arbeitsplätzen. Gründe dafür liegen in der vermehrten Handarbeit. Schädlinge und Unkraut werden nicht mit Chemie beseitigt, sondern vermehrt mit der Hand. Für diese und andere Tätigkeiten werden mehr Helfer benötigt als im konventionellen Bereich.

Liest man dies alles, so wird einem schnell klar, dass zu dem Begriff “Bio” mehr gehört als eine rein ökologische Landwirtschaft. Im Hinblick auf den Kunden sollte jedoch mehr Transparenz geschaffen werden, da ein Großteil der Menschen unbewusst Inhalte der Richtlinien von Bioland oder auch Demeter im Kopf haben, wenn sie an natürliche Produkte bzw. biologische Erzeugnisse denken. Das die Realität jedoch zum Teil komplett anders aussieht, beweisen immer wieder Lebensmittelskandale. Beispielsweise wenn das angepriesene Bio-Huhn gar nicht aus einem Bio-Betrieb stammt….

Und zum Abschluss noch einige glückliche Kühe auf einer großen Weide

gluecklicke-kuehe

 

 

Hier noch ein Tipp: Wer auf der Suche nach einem Alnatura Bio – Supermarkt in seiner Region ist, findet auf der Homepage eine Karte mit Filialen aus ganz Deutschland www.alnatura.de

Datenquellen:

  1. http://nielsen.com/de/de/insights/presseseite/2012/bioprodukte-bleiben-auf-wachstumskurs.html
  2. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2419/umfrage/bioprodukte-gruende-fuer-den-kauf/
  3. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2418/umfrage/biolebensmittel—wichtige-aspekte-beim-kauf/
  4. https://stock.adobe.com/de/stock-photo/vegetables-bio/94135641

 

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Endlich erholt – Tipps für besseren Schlaf

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Zahlreiche Menschen in Deutschland quälen sich nach einem schlechten Schlaf durch den Tag. Immer größere Zielgruppen sehen sich direkt mit akuten Schlafproblemen konfrontiert. Doch wie ist es möglich, endlich wieder zu guter Erholung zu finden? Die besten Tipps rund um dieses Thema sehen wir uns hier in diesem Artikel an.

Abendliche Routinen kreieren

Als Kinder sind wir sehr bedacht darauf, dass wir Tag für Tag die gleichen Routinen erfahren. Eltern wissen darum, wie wichtig es ist, die einzelnen Schritte bis zum Schlafengehen so konstant wie möglich zu halten. Auch als Erwachsene profitieren wir von jenen Routinen, sofern wir sie wieder in unseren Alltag integrieren.

Hierbei muss es sich nicht zwingend um lange Rituale handeln, die große Teile des Abends in Anspruch nehmen. Stattdessen reicht es aus, jeden Abend noch ein paar Seiten in einem guten Buch zu lesen. Für andere ist es vielleicht das entspannte Musikhören, das den gleichen Effekt erzielen kann. All dies stimmt uns letztlich darauf ein, in einen geruhsamen und gesunden Schlaf zu finden.

Komfortable Schlafsituation schaffen

Auch die “Hardware”, mit der wir uns im Schlaf umgeben, hat einen großen Einfluss auf die Qualität unserer Erholung. Zum einen bietet es sich an, die individuelle Disposition genau in den Kauf einzubeziehen. Auch eine hochwertige Naturlatex Matratze kann ihrem Zweck nur dann optimal gerecht werden, wenn sie den richtigen Härtegrad besitzt.

Auch die Investition in ein hochwertiges Kopfkissen macht sich bezahlt. Zum einen ist es auf diese Weise möglich, zu einer gesunden Haltung zu finden. In Anbetracht der vielen Zeit, die wir schlafend verbringen, ist der Mehrwert einer solchen Anschaffung nicht zu verkennen. Auf der anderen Seite gibt es mit Angeboten wie dem Latex Kopfkissen inzwischen passende Alternativen, die selbst für Allergiker geeignet sind. Ein Grund mehr, die verfügbaren Möglichkeiten genau zu sondieren.

Ein Schlafzimmer für die Erholung

Auch mental sollte es uns möglich sein, uns beim Betreten des Schlafzimmers ganz auf das Ziel der nächtlichen Erholung auszurichten. Experten raten deshalb, dieses Zimmer auf keinen Fall für andere Zwecke zu nutzen. Das Homeoffice hat dort ebenso wenig zu suchen, wie ein zusätzlicher Fernseher. Wem die Qualität seines Schlafes wichtig ist, der legt den Fokus voll und ganz auf das Bett, welches vielleicht noch durch einen Kleiderschrank ergänzt wird.

Keine Bildschirme im Bett

Die Forschung konnte in den letzten Jahren zeigen, wie sehr uns schon etwas Licht von einem gesunden Schlaf abhalten kann. Besonders das bläuliche Licht, wie es von all unseren technischen Geräten ausgeht, stellt für den Schlaf eine große Gefahr dar. Deshalb lohnt es sich, diese Geräte mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen endgültig aus der Hand zu legen. Alternativ gibt es kostenlose Apps, welche die bläulichen Anteile aus dem Licht filtern können.

Feste Zeiten angewöhnen

Je stabiler unser Schlaf in den Ablauf unserer Tage eingeordnet ist, desto leichter können wir dieses Ziel verfolgen. Experten raten deshalb, sich für möglichst feste Zeiten zu entscheiden. Wer unter der Woche um 7 Uhr aufsteht, sollte dies am Wochenende nicht plötzlich bis in den Vormittag verschieben. Ansonsten setzen wir unsere innere Uhr einer zusätzlichen Belastung aus. Was gerade in jungen Jahren für einige Zeit gut gehen kann, wird auf Dauer doch negative Konsequenzen mit sich bringen. Mit etwas Planung lassen sich diese aber sehr gut vermeiden.

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Gesundheitstipps

Frühjahrsmüdigkeit adé!

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Seit einigen Wochen ist das Wetter nun langsam in Frühlingslaune und damit verbunden steigen auch wieder die Aktivitäten im Freien. Problematisch ist allerdings das ein Großteil der Menschen im Moment an der Frühjahrsmüdigkeit leiden. Dieses Phänomen kommt jedes Jahr und verschwindet jedoch nach einigen Wochen wieder von alleine. Ein Hauptgrund liegt in der Umstellung von der Winterzeit auf die Sommerzeit.

 

Warum sind wir im Frühjahr müde?

Im Frühjahr muss der Körper sich wieder an einen neuen Rhythmus gewöhnen. Aber auch unsere Hormone, insbesondere Serotonin und Melatonin, müssen sich jetzt wieder umstellen und das geht auf die körperliche Substanz: Da wir mehr draußen sind, es länger hell ist und man dadurch wieder länger wach ist, produziert der Körper mehr Serotonin. Zudem schläft der Mensch nun auch wieder weniger da er einfach länger auf bleibt, am nächsten Tag aber wieder genauso früh aufstehen muss. Gehemmt wird auf der anderen Seite die Produktion von Melatonin. Mithilfe von Melatonin steuert der Körper seinen Schlaf- Wachrhythmus und er kommt in dieser Zeit ein wenig durcheinander.

 

Vitamine & co: So unterstützen Sie den Körper

Es gibt jedoch einige Optionen wie man seinen Körper unterstützen kann um diese Phase schneller zu beenden. Ein Punkt betrifft die Ernährung: Hier sollten ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe gegessen werden. Diese finden sich in Obst, Gemüse aber auch in Vollkornprodukten und Getreidemischungen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt liegt in der Bewegung. Täglich eine Stunde an der frischen Luft spazieren gehen. Dabei sollte nicht unbedingt gebummelt werden, sondern es sollte eher ein flottes Tempo eingeschlagen werden um das Herz – Kreislaufsystem zusätzlich anzuregen und den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Besonders gut ist es wenn die Sonne scheint, da dann vermehrt Serotonin gebildet wird und dieses Hormon auch einen wesentlichen Einfluss auf die menschliche Euphorie besitzt. Gegen Glücksgefühle sollte ja niemand etwas haben! Wenn man allerdings sehr müde ist und in der Mittagszeit die Möglichkeit hat, sich für ca. 30 Minuten hinlegen und ausruhen, sollte dies auch gemacht werden. Hier kann der Körper kurz zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen.

Mit Fasten- und Entschlackungskuren der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen

Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl an Menschen die sich gezielt auf das Frühjahr vorbereiten indem sie spezielle Fasten- und Entschlackungskuren durchführen. Hier kann man mittlerweile auch auf  sehr gute Fertigprodukte zurückgreifen.

Eine der bekanntesten Fastenformen ist das Fasten nach dem Arzt Otto Buchinger. Bei dieser Trinkkur nimmt man nur Flüssignahrung in Form von Wasser, Tee, Brühe, Obst- und Gemüsesäften zu sich. Der Tee kann wahlweise mit ein wenig Honig gesüßt werden, jedoch dürfen 500 Kilokalorien pro Tag nicht überschritten werden, da ansonsten der Stoffwechsel wieder in seinen normalen Trott kommt. Insgesamt sollte eine Flüssigmenge von 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich genommen werden.

Zu Beginn der Fastenzeit kann man Hungergefühle, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Kreislaufprobleme bekommen. Die Ursache dafür ist, dass sich der Stoffwechsel erst einmal einpendeln muss und das sich Stoffwechselprodukte erst einmal aus dem Bindegewebe lösen, die den Körper belasten. Dies dauert einige Tage – bei einigen Menschen geht es schneller, bei anderen kann es länger dauern. Hat man diese Zeit erst einmal überstanden, fühlt man sich fitter und gesünder. Zudem wird in der Fasten Zeit auch vermehrt Serotonin vom Körper gebildet was viele Menschen euphorisch macht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass man nebenbei einige Kilos verliert und seine Gedächtnisleistung steigt und man sich insgesamt auch Leistungsfähiger fühlt. Dies kann insbesondere im Frühjahr der nahenden Frühjahrsmüdigkeit den Kampf anzusagen.

 

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Allgemein

So finden Sie die richtige Krankenkasse in der Schweiz

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Auswandern liegt voll im Trend! 2017 sind 1.134.641 Personen (Quelle: Statista) aus Deutschland ausgewandert. Beliebte Ziele sind dabei die USA, Türkei, Schweiz, Großbritannien, Österreich und Frankreich. Die Liste an Dingen, die man bei einer Auswanderung beachten muss, ist lang. Ein ganz wichtiger Punkt, der im Vorfeld gut recherchiert und abgeklärt werden muss, ist die Krankenversicherung. Jedes Land hat ein vollkommen anderes Krankenversicherungssystem, welches für jemanden aus Deutschland erst einmal ungewöhnlich ist.

Ist die Entscheidung für einen Umzug in die Schweiz gefallen und der Hauptwohnsitz dort angemeldet wird, ist man gleichzeitig auch verpflichtet eine Schweizer Krankenversicherung abzuschließen. Nun haben Sie drei Monate Zeit um sich eine passende Versicherung zu suchen. Lässt man diese Frist jedoch verstreichen, bekommen Sie eine Versicherung von der zuständigen Behörde aus ihrem Kanton zugewiesen. Ansonsten ist die Wahl der Krankenkasse frei. Es gibt ähnlich wie in Deutschland verschiedene Anbieter, mit dem Unterschied, dass diese nur eine Grundversicherung anbieten. Um die richtige Krankenversicherung für sich und seine Familie zu finden, gibt es auch im Internet verschiedene Portale, die einen Schweizer Krankenkassen-Vergleich anbieten. Auch wenn die Leistungen ziemlich identisch sind, so können sich die Versicherungsprämien, die Rückzahlungszeit und das Abrechnungssystem unterscheiden. Ein Vergleich im Vorfeld ist daher immer sinnvoll!

 

Schweizer Grundversicherung

Zu beachten ist, dass die Grundversicherung jedoch Pflicht ist. Die Leistungen in der Grundversicherung, entsprechen auch den deutschen Standards. Im Gegensatz zu Deutschland muss der Schweizer jedoch einen Eigenanteil von 10% und von seinen Behandlungen selbst tragen. Die Selbstbeteiligung an den Arztkosten wird einmal über die 10% geregelt und über die sogenannte Franchise, die bei Abschluss einer Versicherung festgelegt wird. Diese liegt zwischen 300 – 2500 Schweizer Franken. Zudem entfällt in der Schweiz der Arbeitgeberanteil. Die Kosten für die Krankenkasse trägt man komplett selbst!
Ein weiterer wichtiger Punkt, auf den man im Falle des Arztbesuches achten sollte, ist, dass die ärztlichen Behandlungen/Leistungen, in dem Kanton erbracht werden müssen, in dem Sie auch wohnen. Ansonsten kann es passieren, dass die kompletten Kosten für die Behandlungen selbst getragen werden müssen. Ausnahmen bilden hier natürlich Notfälle.

 

Zusatzversicherung gibt es auch in der Schweiz

Die Leistungen der Grundversicherung sind wie bereits erwähnt, qualitativ sehr hoch. Trotzdem sollte man sich auch einige Zusatzversicherungen zulegen, wie beispielsweise eine Zahnzusatzversicherung. In der Grundversicherung sind nur Erkrankungen des Kausystems enthalten und die zahnärztliche Versorgung im Falle eines Unfalls. Andere Behandlungen beim Zahnarzt müssen hingegen komplett selbst gezahlt werden. Problematisch ist im Fall von Zahnzusatzversicherungen allerdings, dass die Versicherungen ein ärztliches Attest verlangen können, um den Gesundheitszustand der Zähne selbst beurteilen zu können. Je nachdem wie das ausfällt, ist die Versicherung für Erwachsene sehr teuer und im schlimmsten Fall erhält man die Versicherung nicht. Hier lohnt es sich schon für Kinder und Jugendliche solch eine Zahnzusatz-versicherung abzuschließen.
Weitere Extraleistungen, die durch eine Zusatzversicherung in Anspruch genommen werden können, sind z.B. Chefarztbehandlungen, Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder diverse Sonderbehandlungen.

 

Was kosten Schweizer Krankenversicherungen?

So pauschal kann diese Frage auch nicht beantwortet werden, denn die Beitragshöhe der Grundversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Alter, der Wohnort, die Höhe der Franchise und auch die Wahl des Arztmodells, spielen dabei eine Rolle.
Im Falle eines Krankenkassenwechsels kann die Versicherung jährlich zum 30. November gekündigt werden. Die Schweizer Krankenkassen sind verpflichtet, jedem in die Grundversicherung aufzunehmen.

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