Wer ist Uwe Seeler

ein Leben für den HSV

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Uwe Seeler, der großartige, ehemalige deutsche Fußballspieler, erblicke am 5. November 1936 in Hamburg das Licht der Welt. Das war die Zeit des Nationalsozialismus. Obwohl sein Vater sich sein Geld als Hafenarbeiter verdienen musste, war auch er schon ein populärer Fußballer, der zuletzt beim Hamburger SV spielte. Deshalb meldete er seinen Buben bei diesem Verein an, sobald dieser zehn Jahre alt wurde.

Uwe Seeler wuchs zusammen mit seinen Eltern und zwei Geschwistern in einer kleinen Wohnung auf. Der gute Schüler beendete die Volksschule als Jahresbester und begann eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Sein begnadetes Fußballtalent wurde früh erkannt, sodass er bereits als 16-jähriger Bursche in die erste Liga aufgenommen wurde.

Er sollte ihr bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1972 ohne Unterbrechung angehören.

Am 16. Oktober 1954 wurde der 17-jährige Uwe Seeler vom legendären Sepp Herberger zum Fußball-Nationalspieler befördert. Er spielte 1 980 Spielminuten für das Team. Dabei vertrat er Deutschland in 21 WM-Begegnungen in den Jahren 1958, 1962, 1966 und 1970 als Stürmer.

Er konnte bei allen Teilnahmen als Torschütze punkten. Damit stellte er sich auf eine Stufe mit dem Brasilianer Pelé. Nach der verlorenen WM im Jahre 1966 hatte Uwe Seeler Tränen in den Augen, als er von einem Bobby aus dem Wembleystadion geleitet wurde. Bei der WM 1970 schoss er gegen England ein Tor mit dem Hinterkopf.

Das Idol des HSV

Uwe Seelers bescheidene Art kommt bei seinen Fans auch heute noch gut an. Die Karriere des populären Fußballers ist untrennbar mit dem HSV verbunden. In seinen beinahe 20 Jahren als Stürmer für den Verein erzielte er mehr als 400 Tore und er wurde mit dem Verein 1960 deutscher Meister und im Jahre 1963 Pokalsieger.

Ihm gelangen Tore aus den unmöglichsten Lagen: Fallrückzieher, Distanzschüsse, Heber oder Seitenfallzieher, es gelang ihm immer wieder, den Ball über die Torlinie zu befördern. Er ging tief in das Spielfeld hinein und konnte auch die Rolle des Verteidigers übernehmen, wenn Not am Manne war.

Auch der berühmte Pele fand bewundernde Worte für den Ausnahmefußballer. Uwe Seeler eroberte die Herzen seiner Fans durch seine Bescheidenheit und Natürlichkeit („Uns Uwe“). Er wurde im Jahre 1972 als erster deutscher Fußballer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Bei seinem Abschiedsbankett im Atlantik Hotel, im Jahre 1972 durften auch Franz Herberger und der damalige Bundestrainer Helmut Schön nicht fehlen. Uwe Seeler überzeugt zudem mit seinem Engagement im sozialen Bereich.

Er gründete bereits 1996 die Uwe-Seeler-Stiftung und unterstütze Kinder die an Muskelschwund leiden. Seit mehr als 25 Jahren ist er im Kuratorium der Deutschen-Muskelschwund-Hilfe tätig. Zudem organisierte das Fußball-Idol, Benefizspiele mit der Uwe-Seeler-Traditionself.

Uwe Seeler – der Ausnahme-Fußballer

Der mittlerweile 80-jährige, ehemalige Starspieler wurde bereits in seiner aktiven Zeit von seinen Fans geliebt und verehrt. In dieser Zeit war er den Menschen im Nachkriegsdeutschland ein Vorbild.

Er schuftete und arbeitete wie sie, nur seine Anstrengungen lagen eben auf dem Fußballplatz. Er hasste es zu verlieren. Sein Kampfname auf dem Fußballplatz war: „der Dicke“. Obwohl er auf dem Fußballplatz kein Bequemer war, wie Franz Beckenbauer einmal meinte, blieb er auch dann fair, wenn der Verein ein Spiel verlor. Wenngleich Uwe Seeler nur 1,70 Meter groß war, konnte er hochsteigen, als ob er Sprungfedern in den Schuhen hätte, wie sein Freund Max Lorenz, von Werder Bremen einmal sagte.

Im Jahre 1065 kam es zum Achillessehnenriss. Trotzdem stand er bei der WM 1966 wieder auf dem Fußballplatz.

Mit speziell für ihn angefertigten Schuhen gelang ihm der Siegestreffer zum 2 : 1 gegen Schweden. Seine Fans rechnen es ihm immer noch hoch an, dass er im Jahre 1961 trotz eines Millionen-Angebotes von Inter Mailand seinen Hamburger SV nicht verließ. Uwe Seeler blieb immer bodenständig und gilt deshalb bis heute als absoluter Ausnahmefußballer.

Er ist einer von vier Ehrenspielführern der Deutschen Nationalmannschaft. Das HSV-Idol, das von den Hamburgern einst „Uns Uwe“ getauft wurde, hat auch lange nach seinem Karriere Ende nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Seit dem Jahre 2003 ist er Hamburger Ehrenbürger. Nach dem Umbau der HSV-Arena erinnert eine tonnenschwere Skulptur seines rechten Fußes an das Hamburger Fußballidol.

Ein Leben ohne Skandale

Im Leben von Uwe Seeler gab es keine Skandale, er ist seit 1959 mit seiner Frau Ilka verheiratet. Er hat drei Töchter und ist mittlerweile auch Großvater. Eine unglückliche Entscheidung traf er allerdings, als er sich 1995 zum 30. HSV Präsidenten wählen ließ. Der Umgang mit falschen Freunden, und ein häufig zerstrittener Aufsichtsrat führten dazu, dass er nach nur drei glücklosen Jahren das Handtuch warf. Auch von dieser Zeit blieb positives von Uwe Seeler zurück – er konnte nämlich den Stadion Umbau auf den Weg bringen.

Im März 2017 musste sich das Fußball Idol einer Krebs Operation unterziehen. Kurze Zeit später konnte er bereits wieder scherzen. Sein geliebter Verein ließ ihn in der vorigen Saison bis zur letzten Sekunde zittern, denn der HSV rettete erst auf den letzten Drücker den Klassenerhalt.

Laut eines MOPO Interviews vom 27. Mai 2017 sah er sich das entscheidende Spiel gegen Wolfsburg mit seinen Weggefährten (Harry Bähre, Öczan Arkoc und Co.) an. Er sagte, dass es ihm von Tag zu Tag besser geht.

Grafiken: Uwe Seeler > https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Uwe_Seeler_%E2%80%93_Tag_der_Legenden_2016_03.jpg

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