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Tiere

Was tun gegen Sandflöhe

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Der Sandfloh (lat.: Tunga Penetrans) ist in den tropischen Gefilden Asiens, Afrikas und Amerikas beheimatet. Wer in diese Gebiete reist, sollte sich etwas vorbereiten, damit der Urlaub nicht zur Tortur ausartet. Besonders am Strand suchen sich die kleinen Plagegeister ihre Opfer.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Flöhen, die sich nach der Nahrungsaufnahme wieder vom Wirt lösen, setzt sich das ca. 1 mm große Weibchen auf der Epidermis fest und dringt im Verlauf einiger Stunden immer tiefer in untere Hautschichten ein. In dieser Phase wird es vom Männchen begattet.

Die Eier legt das Sandfloh– Weibchen dann in der Wunde ab und verweilt, bis die neuen Sandflöhe das Tageslicht erblicken. Danach stirbt es ab. Der gesamte Vorgang kann 3- 4 Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist der Wirt bzw. das Opfer starkem und schmerzhaftem Juckreiz ausgesetzt!

Welche Maßnahmen bieten nun gegen den Sandfloh Schutz bzw. welche Mittel gegen Sandflöhe schaffen Linderung?

Präventivmaßnahmen gegen Sandflohbefall

Sandstrände sind das natürliche Ambiente der Sandflöhe! Die Blutsauger haben überaus kräftige Hinterbeine und springen im Extremfall bis zu einem halben Meter hoch! Beim Strandspaziergang wäre somit die beste Sicherheitsmaßnahme gegen Sandflohstiche eine Bekleidung bestehend aus festem Schuhwerk, Socken und langen Beinkleidern. Nun ist das an tropischen Stränden nicht jedermanns Sache.

Man sollte aber zumindest den Strand nicht barfuß betreten. Mit Flip-Flops und noch effektiver mit Laufschuhen können viele Sandflohstiche vermieden werden, da die dünne Haut an den Füßen den Sandfloh– Weibchen hervorragende Angriffsstellen bietet, um sich am Körper festzusetzen. Besonders gefährdet sind die Nagelränder, die Zehenzwischenräume und die Fußsohlen. Eine Liegematte aus Schaumstoff ist auf jedem Fall einem dünnen Handtuch vorzuziehen, um sich vor Sandflohbefall zu schützen.

 

Vorbeugende Mittel gegen Sandflohstiche!

Insektenschutzmittel (Repellents) für die Tropen bieten einen effektiven Schutz gegen Sandflohbefall! Diese Mittel gegen Sandflöhe enthalten Wirkstoffe wie Icaridin oder Permethrin und sind problemlos in lokalen Apotheken als Spray oder Lotion zu erwerben. Ein bewährtes Hausmittel gegen Sandflöhe ist reines Kokosöl.

Dieses ist wegen seiner ätherischen Öle überaus hautfreundlich und die enthaltene Lautrinsäure erschwert den weiblichen Sandflöhen das Eindringen in die Haut! Großzügiges Einreiben besonders der unteren Körperteile wie Füße, Unter- und Oberschenkel bieten wirksam gegen Sandflöhe Schutz! Der Effekt von Sonnenschutzmitteln wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Nach dem Baden ist die Erneuerung sowohl von Kokosöl als auch Sonnenschutzcreme dringend angeraten. Letztendlich kann auch intensives Duschen nützlich sein. Besonders in der Anfangsphase des Sandflohbefalls, wenn die Tierchen noch keinen festen Halt auf der Haut haben, lassen sie sich noch einigermaßen leicht abspülen!

 

Was kann man tun bei Sandflohbefall?

Sandflohstiche sind nicht sofort zu bemerken. Erst nach Anwachsen des Körpers des Sandfloh– Weibchens auf etwa 3 mm beginnt die betroffene Stelle zu jucken. Gegen den Juckreiz helfen asiatischer Tigerbalsam und Kühlung, selbstredend ist ein Aufkratzen wegen der Infektionsgefahr verboten! Im Laufe der Zeit schwillt die befallene Örtlichkeit bis auf Erbsengröße an und bildet einen weißlichen Knoten.

Auf diesem zeichnet sich ein schwarzer Punkt ab, das Hinterteil des Sandfloh– Weibchens! Natürlich fühlt sich der Betroffene ob der Unannehmlichkeiten genötigt, das Ungemach eigenhändig zu entfernen. Doch hierbei ist mit größter Vorsicht vorzugehen! Die verbleibenden Wunden haben eine starke Tendenz zur Entzündung und im Normalfall sind alle Ärzte in Regionen mit Sandflohbefall professionell ausgestattet, um das Übel ohne Folgen zu beseitigen.

Nur im Notfall, bzw. in abgelegenen Regionen kann der Parasit unter möglichst sterilen Bedingungen mit einer Pinzette angegangen werden. Wir raten daher, immer etwas Desinfektionsmittel bzw. reinen Alkohol in der Reiseapotheke mitzuführen!

 

Krankheiten durch Sandflöhe

Haben sich Sandflöhe in die Haut eingegraben, entwickelt sich diese Hautstelle im Laufe der Zeit zu einem kleinen Knoten. Dieser stellt in der Regel keine Gefahr dar, sollte aber unbedingt von einem Arzt geöffnet und entfernt werden. Ist das nicht der Fall, kann es zu sogenannten Sekundärinfektionen kommen.

Das passiert unter anderem dann, wenn der Knoten einfach aufgedrückt wird und dabei andere Keime oder Erreger von außen in die Haut eindringen können. Öffnet der Arzt diesen jedoch mit sterilen Instrumenten und entfernt den Inhalt, ist keine weitere Erkrankung zu befürchten.

 

Grafiken:

Arnold Paul / edited by Waugsberg and Buchling – Eigenes Werk

 

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Was tun gegen Zecken

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Zecken sind lästige Parasiten. Sie ernähren sich von Blut und sind nicht nur bei Hunden und Katzen zu finden, denn auch vor Menschen machen die kleinen Plagegeister keinen Halt. Zecken sind Parasiten, die auch Krankheiten übertragen können. Dazu gehören unter anderem FSME und Borreliose. Allerdings benötigen die kleinen Blutsauger eine gewisse Zeit, bis sie sich festsaugen, sodass sie sich direkt nach einem Spaziergang oder dem Aufenthalt im Freien einfach absuchen und entfernen lassen. Selbst dann, wenn sich die Zecke schon festgesaugt hat, kann sie entfernt werden. Noch besser ist es, vorzubeugen. Es gibt einfache Mittel, mit denen Zecken sich abhalten lassen, sodass sich Haustiere und Menschen gut vor den kleinen Außenparasiten schützen können. 

Fernhaltemittel für Mensch und Tier

Es gibt einfache Mittel zum Auftragen auf die Haut, mit denen sich Zecken fernhalten lassen. Allerdings funktioniert das nicht immer, denn einzelne Exemplare saugen sich manchmal doch fest. Für Hunde und Katzen gibt es die Mittel als Spot-on. Sie werden einfach zwischen das Fell direkt auf die Haut geträufelt. Je nachdem, welcher Wirkstoff das Mittel hat, muss es in regelmäßigen Abständen immer wieder aufgetragen werden. Hunde und Katzen können auch ein Parasitenhalsband tragen. Diese gibt einen besonderen Wirkstoff ab, der vorhandene Zecken abtötet und neue Zecken fernhält.

Damit auch Herrchen und Frauchen vor den Blutsaugern geschützt sind, bietet der Handel verschiedene Cremes und Lotionen zum Einreiben an. Diese haben ebenfalls einen speziellen Wirkstoff und halten Zecken durch den speziellen Geruch fern. Bei längeren Spaziergängen oder einer längeren Anwendung sollte das Mittel mitgenommen und zwischendurch erneut aufgetragen werden.

Außerdem hilft eine lange Bekleidung, sodass Zecken nicht direkt an die Haut kommen. Wer zusätzlich eine Kopfbedeckung trägt verhindert, dass sich die Zecken auf der Kopfhaut festsaugen und dann nach einer kurzen Zeit als kleiner Knubbel zu ertasten sind.

Zecken richtig entfernen

Hat sich die Zecke schon festgesaugt, dann kann sie nicht so einfach entfernt werden. Der Handel bietet spezielle Zeckenzangen und Zeckenhaken zum Entfernen an. Auch mit einer Pinzette kann der Blutsauger gegriffen werden. Mit ein wenig Geschick lässt sich die Zecke auch mit zwei Fingern packen.

  1. Beim Entfernen darf die Zecke auf keinen Fall verletzt werden. Sie muss an einem Stück und mit dem Kopf komplett entfernt werden.
  2. Mit der Zange oder dem Haken wird die Zecke so nah wie möglich über der Haut gegriffen. Auch wenn die Tiere kein Gewinde haben, lassen sich viele Zecken durch das leichte Drehen in Kombination mit leichtem Zug nach oben, leichter und besser entfernen.
  3. Danach sollte die Stelle mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden. Ein Pflaster ist nicht nötig. Zeigt sich eine runde Rötung an der Haut, ist ein Arztbesuch ratsam.

Wer lieber Vorbeugen als Handeln möchte, kann den Duft von ätherischen Ölen nutzen. Diese eignen sich, wenn sie mit einer einfachen Körperlotion gemischt werden als Emulsion zur Abwehr von Zecken. Gute Öle, deren Duft die Zecken gar nicht mögen, sind unter anderem Lavendelöl, Anisöl, Citronella, Eukalyptus oder Rosmarinöl. Es muss aber ein ätherisches Öl sein, welches sich auch zur Anwendung auf der Haut eignet, denn einfache Duftöle eignen sich nur zum Verdampfen in einer Duftlampe.

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Tiere

Die Hirschlausfliege – eine Zecke mit Flügeln

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Das Ausbreitungsgebiet der Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) befindet sich auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde. Je nach Klima kann sie von Juli bis November für mittlere bis große Säuger zur Plage werden. Bevorzugte Lebensräume sind Eichen-, Fichten und Mischwälder. Dort befällt der kleine Parasit, der einer normalen Stubenfliege ähnelt, gerne Hirsche, Dachse und Wildschweine. Im domestizierten Lebensraum sucht sich die Hirschlausfliege vor allem Hunde und Pferde als Opfer aus. Auch Menschen zählen zu den Betroffenen, hauptsächlich Forstarbeiter und Waldspaziergänger!

Die rotbraune Hirschlausfliege wird 5 – 7 mm groß und hat einen relativ flachen Körper. Pferde, Hunde, Katzen und weitere Vierbeiner greift sie vorzugsweise im inneren Schenkelbereich der Hinterläufe und rund um das Areal des Afters an. Beim Menschen ist der Nackenbereich das bevorzugte Ziel der Attacke.

Die Waffen der Hirschlausfliege bestehen aus auffallend starken Haken an allen sechs Beinchen und einem ausgeprägten Stechrüssel. Bei der Landung auf dem Wirtstier krallt sie sich fest und wirft die Flügel ab. Dadurch gewinnt sie an Geschwindigkeit und bewegt sich flach bevorzugt auf behaarter Haut vorwärts und sucht eine Stelle zum Festsaugen!

Verbreitung der Hirschlausfliege

Die Hirschlausfliege ist mittlerweile extrem verbreitet. Grundsätzlich findet man sie nördlich des Äquators und hier vor allen Dingen in Waldgebieten.

In den Zeiten von August bis Oktober schlüpfen die Fliegen und begeben sich dann auf die Suche nach einem neuen Wirt. Ist ein neuer Wirt gefunden, nisten Sie sich ein und können dort über Monate bleiben.

Reaktionen und Krankheiten durch den Biss der Hirschlausfliege

Menschen nehmen den Biss der Hirschlausfliege kaum wahr. Da die Parasiten behaarte Haut mögen, sind im Normalfall Langhaarige und Bartträger gefährdet. Auffällig sind die Reaktionen von Pferden und Hunden. An den beschriebenen Örtlichkeiten im hinteren Bereich sorgen die Bisse für große Schmerzen. Abzusehen ist das an den panischen Reaktionen der Vierbeiner. Die Tiere springen „wie von der Tarantel gestochen“ auf und kratzen und beißen sich intensiv an den betroffenen Stellen.

Die klinischen Symptome des Bisses der Hirschlausfliege ähneln dem eines Blutergusses. Zudem geht von den Beulen ein starker Juckreiz aus. In schwerwiegenderen Fällen können Hautausschläge in Form von Eiterungen, Ödemen und Pusteln beobachtet werden. Diese halten dann einige Tage an, bis das Gift über die Lymphdrüsen wieder ausgeschieden wird.

Die Hirschlausfliege gilt als Überträger der bartonella schoenbuchensis. Dieses erst 2001 entdeckte Bakterium führt bei Hirschen, Pferden und Hunden zu eitrigen Erkrankungen des Fells. Die Auswirkungen auf den Menschen sind noch nicht umfassend erforscht. Formen von Dermatitis können wohl auf die Hirschlausfliege zurückgeführt werden.

Meinungen bezüglich der Auslösung von schweren Herzkrankheiten wurden bisher nicht wissenschaftlich manifestiert vorgetragen.

Präventivmaßnahmen zum Schutz gegen den Biss der Hirschlausfliege

Eine effiziente Maßnahme ist natürlich die Meidung von gefährdeten Waldgebieten. Damit setzt man sich und sein Haustier erst gar nicht der Gefahr eines Stiches der Hirschlausfliege aus. Aktiv zu schützen sind Hund und Pferd mit einem gängigen Insektizid. Dieses Mittel gegen die Hirschlausfliege kann als Tropfenlösung, Spray oder Spot-on zur äußerlichen Behandlung verabreicht werden und hält die Schädlinge in der Regel auch vom Menschen fern. Im Zweifelsfall ist sich beim Tierarzt eingehend über die Anwendungsformen zur Bekämpfung der Hirschlausfliege zu informieren.

Auch verschiedenen ätherischen Ölen wie Citronella, Lavendel-, Rosmarin- und Kokosöl kann durchaus eine präventive Wirkung beschieden werden! Sollte Ihr Tier trotzdem Reaktionen zeigen, die auf den Biss einer Hirschlausfliege hinweisen, ist eine schnelle Reaktion angesagt. Die betroffenen Stellen sind sofort zu untersuchen bzw. zu reinigen oder zu spülen.

Es ist ratsam, beim Gassigehen oder Ausreiten einen Nissenkamm mitzuführen. Besonders bei langhaarigen Haustieren kann der Parasit schon vor Ort ausgekämmt und entfernt werden. Auf jeden Fall ist so schnell wie möglich ein gründliches Bad vorzunehmen.

Es gibt verschiedene ätherische Öle, deren Duft die lästigen Hirschlausfliegen abhält. Dazu gehören unter anderem:

  • Teebaumöl
  • Lavendelöl
  • Rosmarinöl
  • Citronella
  • Zimtöl

Auch Öl aus Katzenminze kann im Kampf gegen die Hirschlaus helfen. Werden ein paar Tropfen des Öls mit einer Körperlotion vermischt, hat man ein einfaches Mittel zum Auftragen auf die Haut. Mit Wasser gemischt, kann es als Spray zur Abwehr verwendet werden. Hilfreich ist auch ein Halsband oder Halstuch für den Hund, welches mit ein paar Tropfen des Öls imprägniert wird.

Nach dem Stich gibt es verschiedene Cremes und Salben, die ebenfalls helfen. Ringelblumensalbe wirkt beruhigend für die Haut und kann auch bei Hunden und Katzen verwendet werden. Einen kühlenden Effekt haben Gels mit Aloe Vera. Zeigen sich beim Hund an den Innenschenkeln oder im Bauchbereich großflächige Hautreizungen, kann auch eine Auflage mit Heilerde helfen.

Im Gegensatz zu Zecken sind die kleinen Hirschlausfliegen um einiges schneller, sodass man sie nicht immer greifen kann. Hat man aber ein Exemplar erwischt, sollte man es sofort zwischen einem Taschentuch oder etwas Anderem zusammendrücken und entsorgen. Beim Menschen beißen sich Hirschlausfliegen bevorzugt auf dem Kopf oder im leicht behaarten Nackenbereich fest.

Es kann zu Schwellungen, Hautreizungen, Pusteln oder sogar Herzbeschwerden. Im Ernstfall oder bei länger anhaltenden Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

 

 

Was tun nach dem Biss der Hirschlausfliege?

Wenn nun die Präventivmaßnahmen nicht wirksam waren und auch das ausgiebige Bad den Parasiten nicht wegspülen konnte, dann ist die Stelle auf jeden Fall mit einem Desinfektionsmittel einzureiben. Auch Kühlung lindert Schmerz und Juckreiz bei Pferd, Hund & Mensch. Bei starken Symptomen oder Entzündungen kann an dieser Stelle nur auf den Gang zum Tierarzt verwiesen werden!

 

Hirschlausfliege beim Pferd

Gerade Pferde sind sehr beliebte Opfer. Wenn dein Pferd von einer Hirschlausfliege befallen ist wird es sich in der Regel extrem nervös und unruhig verhalten. Da der Biss der Hirschlaus weitaus schmerzhafter ist gehen Pferde auch nicht selten “durch” und können damit den Reiter durchaus in Lebensgefahr bringen.

Wenn ihr die Laus nicht zufällig gegriffen bekommt – Was natürlich bei einem extrem unruhigen Pferd schon grundsätzlich sehr schwer ist kann Wasser eventuell helfen. Natürlich muss auch hier das Pferd entsprechend fest stehen.

Da der Schädling durch seinen Biss nicht nur Hauterkrankungen, sondern auch Herzentzündungen auslösen kann, sollte schnell gehandelt werden.

FAQ Hirschlausfliegen

Frage: Tut es weh wenn die Hirschlausfliege zubeißt?

Antwort: Zum einen ist der Biss recht schmerzhaft. Anders als z.B. bei der Zecke, spürt man hier den Biss direkt. Das der Biss massiv unangenehm sein kann, sieht man zum einen das sich z.B. Hunde oder Katzen extrem unruhig verhalten und teilweise “Wie von der Tarantel gestochen” aufspringen, wenn es zum Biss kommt. Sogar bei Pferden wird immer wieder beobachtet dass diese wild durch die Gegend galoppieren. Man muss also (leider) sagen dass der Biss extrem unangenehm ist.


Frage: Was passiert wenn die Hirschlausfliege zubeißt?

Antwort: Neben den grundsätzlichen Schmerzen, ist es leider auch nicht ganz ungefährlich wenn die Hirschlausfliege zugebissen hat! Bei Tieren kommt es nicht selten zu Hautentzündungen die auch eitern können. Noch gefährlicher sind die Auswirkungen die durch das Bakterium “Bartonella Schoenbuschensis” versursacht werden. Hier kann es ähnlich wie bei einem Zeckenbiss zu Fieber, Hautauschlägen und sogar Herzmuskelentzündungen kommen. Vorsicht ist also geboten.


Frage: Wie entferne ich die Hirschlausfliege ?

Antwort: Anders als bei der Zecke, “steckt” die Hirschlausfliege quasi nicht mit dem halben Körper in seinem Opfer und kann “während” des Bisses daher zumindest einfacher entfernt werden. Bei Zecken empfiehlt es sich ja immer diese mit einer entsprechenden Zange “herauszudrehen” damit nicht der Kopf steckenbleibt. Das ist aber auch nur das einzig positive an dem kleinen Plagegeist. Im Gegensatz zur Zecke sind Hirschlausfliegen weitaus schneller in der Bewegung und sind daher teilweise extrem schwierig zu “fassen”.  Im Fell eines Hundes, einer Katze oder auch eines Pferdes muss man schon sehr schnell sein, damit die Hirschlausfliege nicht wieder “im Fell verschwindet”. Dies gestaltet sich natürlich bei Tieren mit einem sehr dichten Fell äußerst schwierig. Als Mensch hat man es hier noch etwas einfacher. Auch wenn der Mensch Gott sei Dank nicht das Lieblingsziel der Hirschlausfliege ist, befinden sich diese sehr gerne in den Haaren. Vermutet man den Quälgeist im Haar oder allgemein auf dem Körper ist eine direkte Dusche natürlich die beste Wahl.


Frage: Was empfehlt ihr denn nun am besten als Vorbeugung gegen die Hirschlausfliege?

Antwort: Zum einen raten wir von den typischen “chemischen Keulen” ab. Diese sind weder gegen Zecken noch gegen Hirschlausfliegen zu empfehlen und belasten Ihr Tier auf lange Sicht viel mehr!

Beim Hund empfiehlt es sich beim Spaziergang immer mal wieder kurz das Fell zu prüfen. Hier reicht es kurz den Hund Fuß kommen zu lassen und kurz einen Blick über das Fell zu werfen. Nicht selten kann man so eine Zecke oder auch die Hirschlausfliege bereits vor dem Biss entdecken. Natürlich ist dies bei besonders dichtem Fell weitaus schwieriger.

Aus Erfahrung hat sich mittlerweile “Kokosöl” als sehr effektiv herausgestellt. Zum einen kann mit Kokosöl das Fell des Tieres eingerieben werden was gegen oben genannte Plagegeister häufig besser wirkt als als die ein oder anderen überteuerten chemischen Mittel. Zusätzlich kann Kokos auch als Nahrungsergänzung zum Futter des Tieres gegeben werden um so auch “von innen” einen Effekt zu erzielen.

Grafiken:

Von Christian Fischer, CC BY-SA 3.0, Link

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Sonstige

Vier Tipps für den perfekten Offenstall

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Die Haltung im Offenstall ist für Pferde eine sehr gute Möglichkeit, um ihren natürlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Zu den wichtigsten Bedürfnissen im Zusammenhang mit dem „Pferde-Wohnraum“ gehören Licht, Luft und Bewegung. Es gibt jedoch eine Reihe von weiteren Faktoren, auf die man bei einem Offenstall achten sollte.

 

Die Größe der Herde

Das Angebot an Offenställen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Von Herden mit 30 Tieren aufwärts, bis zu hin zu kleinen Vierer-Gruppen ist alles vertreten. Natürlich hängt die Anzahl der Pferde auch immer mit dem Platzangebot zusammen. Je größer eine Herde ist, desto stressiger kann die Lebenssituation für das einzelne Pferd sein, insbesondere dann, wenn wenig Platz vorhanden ist. Je größer die Herde, desto mehr Futterstellen müssen angeboten werden. Hier muss man ganz genau auf sein Pferd achten und schauen ob es in einer großen Gruppe zurechtkommt. Daher stellt sich einem die Frage nach dem perfekten Offenstall und wie dieser auszusehen hat.

Zudem gibt es Offenställe mit gemischten Gruppen, in denen Wallache und Stuten zusammenstehen. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Stallbetreiber, die separate Gruppen für Wallache und Stuten anbieten. Dies hat sich oftmals bei Stuten bewährt, die „Dauer-Rossig“ waren oder auch bei Wallachen, die ihre Manneskraft falsch eingeschätzt hatten.

Der Unterstand im Offenstall

Die Unterstellmöglichkeit soll sich immer an der Herdengröße orientieren. Im Gegensatz zu Kühen brauchen Pferde deutlich mehr Platz. Man steht zwar gerne mal mit dem Pferde-Kumpel sehr dicht zusammen, aber auch nur mit diesem und auch nicht immer. Wer Pferde in einem Offenstall schon einmal über einen längeren Zeitraum beobachtet hat, dem ist sicherlich aufgefallen, dass sie oftmals mit einem respektvollen Abstand beieinanderstehen. Dementsprechend muss der Unterstand von der Größe so gestaltet sein alle Pferde genügend Platz darin erhalten. Der Unterstand wird ja nicht nur zum Ausruhen genutzt, er dient auch als Rückzugsort bei Regen, Wind, Hitze und kann auch vor Insekten schützen. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte die Südseite eines Unterstandes im Offenstall aufgelassen werden, während hingegen die Ostseite zu sein sollte.

In sehr windigen Regionen oder aber bei Pferden, die sehr anfällig auf Insekten reagieren, muss der Unterstand dementsprechend gebaut werden, dass er wirklich Schutz bietet. Doch wie stellt man dies am Besten an? Türen gehen schlecht. Es ist sicherlich keine gute Idee dem Pferd das Öffnen und schließen von Türen beizubringen. Hier haben sich spezielle Streifenvorhänge für Pferdeställe aus PVC bewährt. Diese Lammellenvorhänge bestehen aus durchsichtigem Kunststoff, damit genügend Licht in den Innenbereich fällt. Die einzelnen Lamellen gibt es in unterschiedlichen Stärken, die auch das Gewicht beeinflussen. Das hat natürlich auch Einfluss auf die Bewegung der Lamellen bei Wind. Je dicker das Material, desto schwerer die Lamelle. Die meisten Pferde kommen mit einem Streifenvorhang sehr gut klar und passieren ihn nach kurzer Eingewöhnungs- und Übungszeit. Beobachtungen zeigen, dass Pferde, die sehr empfindlich auf Insekten reagieren, einen sehr geschützten und teilweise abgedunkelten Rückzugsort zu schätzen wissen und diesen ausgiebig nutzen.

Viele Pferde bevorzugen jedoch Unterstände, die eine gute Sicht ermöglichen und Fluchtmöglichkeiten bieten. Je weniger Wände solch ein Unterstand hat, desto häufiger wird er frequentiert.

Der Boden im perfekten Offenstall – Matsch-frei heißt das Zauberwort!

Viele Offenställe sind Matschlöcher! Das ist nicht nur für Mensch und Tier sehr unschön, es erschwert auch die Arbeit. Wer einmal solch ein Paddock von Pferdeäpfeln befreit hat und eine Schubkarre durch tiefen Matsch schieben musste, weiß, was gemeint ist. Zudem ist ein Matschloch auch alles andere als hygienisch!

In den wenigsten Fällen hat ein Offenstall einen Boden, der wie eine natürliche Drainage wirkt. Ansonsten muss an dieser Stelle nachgeholfen werden. Das Angebot an Möglichkeiten, um ein Paddock matschfrei zu bekommen, ist groß. Von einer Bodenbefestigung durch verschiedene Trennschichten, über diverse Kunststoffplatten bis hin zu Kunstrasen, ist alles vertreten. So groß wie das Angebot ist, so unterschiedlich sind auch die Preise!

Eine sehr gute Alternative sind Paddockplatten. Mittlerweile gibt es auch Systeme, die ohne Unterbau verlegt werden können, ohne dass der Boden dabei in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei Bedarf kann ein schneller Rückbau erfolgen und der Boden kann wieder anderweitig verwendet werden. Dies ist besonders dann sehr praktisch, wenn man seinen Stall nur gepachtet hat.

Ein weiterer Trend, der in der Vergangenheit stark zugenommen hat, ist Kunstrasen. Dieser kann wahlweise ebenfalls mit und ohne Unterbau verlegt werden. Eine bessere Haltbarkeit erreicht man natürlich mit einem Unterbau, jedoch ist dies nicht immer möglich. Kunstrasen kann zwar günstig erworben werden, jedoch können die Entsorgungskosten sehr teuer sein, da er als Sondermüll eingestuft wird.

Heufütterung Offenstall

Tischlein deck dich – Füttern im Offenstall

Die Anzahl der Fressplätze richtet sich auch immer nach der Gruppengröße. Generell sollte es immer mehr Fressplätze als Pferde geben. Es gibt auch immer mal Pferde, die einen Fressplatz für sich allein beanspruchen. Bei mehreren Fressstellen können die Pferde aus dem Weg gehen und jeder kann in Ruhe fressen.

Da das Pferd von Natur aus ein Dauerfresser ist, sollte man ihm auch die Möglichkeit geben, kontinuierlich zu fressen. Heu und Gras sind hier sehr gute Alternativen.  Besonders häufig sieht man überdachte Heuraufen auf den Paddocks stehen. Ob man eine Rundraufe oder eine Heuraufe mit vier Ecken wählt ist Geschmackssache. In der Regel wird über das Heu ein Netz gemacht, damit einmal nicht so viel Heu durch die Gegend fliegt (Pferde essen nicht immer sauber) und zum anderen regt ein Netz die Pferde zum langsameren Fressen an. Heunetze gibt es mit unterschiedlichen Maschengrößen, von 2 cm – 10 cm ist alles dabei.

Neben Heu-Raufen aus Metall und Kunststoff gibt es auch verschiedene Heunetze, die entweder frei hängend oder an einer Wand angebracht werden können. Hierbei scheiden sich allerdings die Geister inwieweit Netze (oder was nicht auch alles hingehangen wird) eher gesundheitsschädigend sind. Durch die ständigen Schaukel Bewegungen des Netzes und den damit zusammenhängenden Bewegungen des Pferdekopfes und Halses kann es zu Beeinträchtigungen kommen. Einige Pferde haben damit mehr Probleme, andere weniger.

Mittlerweile gibt es auch verschiedene Heufütterungssysteme, die sich an der natürlichen Fresshaltung von Pferden orientieren. Die natürliche Fresshaltung ist vom Boden aus. Der Handel bietet hierzu Heukisten aus Holz oder Kunststoff, die wahlweise auch mit einer Fressbremse, einem Gitter aus Kunststoff, versehen werden können.

Die Kraftfuttergabe erfolgt in den meisten Ställen per Hand, oftmals durch den Besitzer. Gut eignen sich hierfür spezielle Kraftfutterautomaten, die beispielsweise Hafer in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt an ein Pferd abgeben. Damit dieses System jedoch funktioniert, benötigt das Pferd einen speziellen Transponderchip.

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