Was tun gegen Sandflöhe

Schutz und Hilfe vor den kleinen Plagegesitern

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Sandflöhe sind ursprünglich in Asien, Afrika und Amerika beheimatet. Die Bisse von den kleinen Blutsaugern sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch optisch ganz deutlich zu erkennen. Zudem können sie neben einem starken Juckreiz auch Entzündungen der Haut hervorrufen.

Anders als Flöhe, die sich nach dem Blutsaugen wieder lösen und an einer anderen Stelle nach der nächsten Blutmahlzeit suchen, können sich Sandflöhe in die Haut eingraben. In der Regel sind es die Weibchen, welche sich in die Haut bohren. Zu erkennen sind die betroffenen Hautstellen oft als weißer Fleck oder ein kleine weiße Wölbung, in deren Mitte sich ein kleiner schwarzer Punkt befindet – der Sandfloh. Sandflöhe sind zum Beispiel ein ungewolltes Mitbringsel aus dem Urlaub in Thailand, wo die kleinen Plagegeister besonders häufig vorkommen. Vermutet man einen Sandfloh, sollte man verschiedene Fakten beachten und am besten schon vorbeugend handeln. Aber auch dann, wenn der Floh bereits gebissen hat, gibt es noch gut wirkende Mittel:

  1. Genau wie beim bekannten Floh, verursacht auch der Sandfloh einen großen Juckreiz. Werden die betroffenen Hautstellen aufgekratzt, kann es zu Entzündungen kommen, die sich oft großflächig zeigen. Im ersten Schritt gilt es, den Juckreiz zu lindern. Das gelingt mit nassen und kühlenden Umschlägen, einem Eis- und Kühlspray oder einer entsprechenden Salbe.
  2. Vorbeugend hilft es, lange Kleidung, Schuhe und Strümpfe zu tragen. Wer jedoch seinen Urlaub am Strand verbringt, geht dort meist nur wenig bekleidet hin. Hilfreich ist ein entsprechendes Mittel, welches auf die Haut aufgetragen wird. Als Repellent bekannt, halten die Mittel nicht nur Flöhe, sondern auch Steckmücken und andere Plagegeister ab. Im Wasser kann ein Repellent aber seine Wirksamkeit verlieren und muss dann erneut aufgetragen werden.

Natürlich gibt es auch einfache Hausmittel, die auch im Urlaub angewendet werden können. Denkt man an Strand und Sonne, gehört Kokosöl zu diesen Mitteln. Kokosnussöl ist ein reines Naturprodukt, welches die Plagegeister durch seinen Geruch fernhält und durch seine Wirkstoffe auch eine schwächende und tötende Wirkung auf die Sandflöhe hat. Allerdings muss es sich um ein reines Kokosnussöl handeln, welches auch zum Kochen verwendet werden kann. Alleine das Aroma, welches in vielen Sonnencremes enthalten ist, hilft gegen den Sandfloh nicht.

Erste Hilfe, wenn der Floh gebissen hat

Hat der Floh gebissen, dann sollte man auf keinen Fall versuchen, den Parasiten selbst zu entfernen. Versucht man ihn aus der Haut heraus zu drücken, denn kommt es zu weiteren Reizungen, wodurch sich die Haut noch schneller entzündet. Als Erste Hilfe Maßnahme eignet sich eine gründliche Dusche unter möglichst heißem Wasser, um eventuell weitere Flöhe zu entfernen. Danach werden die Stichstellen mit einem Desinfektionsmittel behandelt. Juckt die Haut oder zeigt sich eine Schwellung, hilft ein Kühlpad. Hilfreich und schnell wirksam ist auch eine Salbe oder ein Gel gegen Juckreiz. Mit einer sterilen und spitzen Pinzette lässt sich der Floh in der Regel gut greifen. Gelingt das nicht, kann der Arzt den Schmarotzer entfernen.

 

Krankheiten durch Sandflöhe

Haben sich Sandflöhe in die Haut eingegraben, entwickelt sich diese Hautstelle im Laufe der Zeit zu einem kleinen Knoten. Dieser stellt in der Regel keine Gefahr dar, sollte aber unbedingt von einem Arzt geöffnet und entfernt werden. Ist das nicht der Fall, kann es zu sogenannten Sekundärinfektionen kommen. Das passiert unter anderem dann, wenn der Knoten einfach aufgedrückt wird und dabei andere Keime oder Erreger von außen in die Haut eindringen können. Öffnet der Arzt diesen jedoch mit sterilen Instrumenten und entfernt den Inhalt, ist keine weitere Erkrankung zu befürchten.

Grafiken:

Arnold Paul / edited by Waugsberg and Buchling – Eigenes Werk

 

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