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Was ist denn Bärlauch?

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Die Pflanze mit dem lateinischen Namen Allium ursinum, die mit Knoblauch, Schnittlauch und der Zwiebel eng verwandt ist, tritt nie als Einzelgänger auf, sondern liebt es, in größerer Zahl zu erscheinen. Gefällt ihr der Standort besonders gut, etwa in Buchenwäldern oder an Bachläufen, breitet sie sich auf großen Flächen aus.

Bärenfutter oder großer Bär, das ist hier die Frage?

Wer auf die Idee kam, die Pflanze „ursinum“ zu nennen, was übersetzt „dem Bären nahe“ bedeutet, ist heute nicht mehr festzustellen. Immerhin bezeichnete sie schon Plinius der Ältere um das Jahr 50 nach Chr. so. Es gibt dazu eine Reihe Vermutungen, die sich vor allem darum drehen, das der Bärlauch, wenn er im März und April blüht, den aus dem Winterschlaf erwachenden Bären als willkommenes Grünfutter dient.

Tatsache ist, die Vermutungen sind richtig, bestätigt wurde dies durch die Schweizer Rangerin Joana Schönenberger, die im Auftrag des WWF in Nordamerika tätig war und Bären dabei beobachten konnte, wie sie sich am Bärlauch gütlich taten. Es gibt noch die These, dass sich der Name vom Sternbild des großen Bären ableitet, weil das griechische Wort „árktos“ (Arktis = nördliches Land) in der Übersetzung auch Bär bedeutet, aber damit nur die nordischen Länder unter dem Sternbild des großen Bären gemeint sind.

Das bezieht sich auf die Vegetationseigenschaft des Bärlauchs, der zur Keimung eine Kalt- oder Frostphase benötigt. Diese These ist unter einem weiteren Aspekt ebenso schlüssig wie die des Bärenfutters. Der Name Bärlauch wird seit langem auch in Regionen genutzt, wo es entweder keine Bären oder keinen Bärlauch gibt.

Wie auch immer, der Bär spielt beim Bärlauch immer eine Rolle. Eine immer kleinere Rolle spielt jedoch der Bärlauch in unseren Wäldern. Misch- und Laubbaumwälder befinden sich kontinuierlich auf dem Rückzug und machen forstwirtschaftlich ertragreichen Fichten- und Kiefernwäldern Platz.

Bach- und Flussläufe werden begradigt und befestigt, sodass der Lebensraum des Bärlauchs immer mehr schwindet.

In Norddeutschland befindet er sich bereits auf der Liste der bedrohten Pflanzenarten. Zum Trost sei gesagt, dass sich der Bärlauch im eigenen Garten oder im Blumenkasten auf dem Balkon ziehen lässt.

 

Frischer Bärlauch, ein kurzer Genuss

Nur rund zwei Monate, von Mitte März bis Mitte Mai, lassen sich die frischen Blätter und Blüten des Bärlauchs ernten, nach der Blüte verlieren die Pflanzen schnell ihren intensiven Geruch und Geschmack. Es sind vor allem die schönen, kräftig grünen Blätter des Bärlauchs, die wunderbar Suppen geschmacklich bereichern, aber auch zu Salaten oder als Gewürz in Kräuterquark oder Kräuterbutter passen.

Eigentlich in jedes Gericht, zu dem auch Knoblauch passt. Der Bärlauch jedoch besitzt den Vorteil, dass er nicht wie sein Verwandter noch tagelang über den Körper ausdünstet. Was aber kannst Du tun, um nicht nur zwei Monate im Jahr das intensive, jedoch zwischenmenschlich folgenlose Aroma des Bärlauchs genießen zu können?

Zunächst einmal die schlechte Nachricht. Weder Einfrieren noch Trocknen funktioniert. In beiden Fällen geht der Bärlauch seines Aromas flüchtig.

Der Anteil ätherischer Öle und auch geringer Mengen an Schwefel in den Blättern verflüchtigt sich relativ schnell. Vielleicht wirst Du Dir die Frage stellen, wieso beim Bärlauch nicht auch wie beim Knoblauch die Zwiebel oder Knolle verwendet wird?

Eigentlich spricht nichts dagegen, es lohnt sich nur nicht, weil die Zwiebel des Bärlauchs recht klein ist und besser dazu genutzt wird, neue Bärlauchblätter und Blüten zu ziehen.

Außerdem besitzt die Bärlauchzwiebel wesentlich weniger Anteile an schwefelhaltigen Stoffen als etwa die Zwiebel oder der Knoblauch. Diese Schwefelverbindungen sind jedoch für eine lange geschmackliche Haltbarkeit wichtig.

 

Was kann zur Aromaerhaltung getan werden?

Der Trick, um das Aroma des frischen Bärlauchs zu erhalten, ist es, dieses Aroma auf einen anderen Stoff zu übertragen. Relativ geschmacksneutrale Speiseöle sind das beste Mittel, um die Freude am Bärlauch das ganze Jahr über zu haben. Bestens geeignet sind hierzu:

  • Erdnussöl
  • Sonnenblumenöl
  • Rapsöl
  • Keimöl
  • Olivenöl

Wenn Du nun denkst, das Olivenöl doch einen recht starken Eigengeschmack besitzt, so hast Du recht, trotzdem funktioniert es, weil sich die Aromanoten des Olivenöls leicht von anderen, intensiveren Aromen dominieren lassen und sich hervorragend ergänzen, etwa als ein Bärlauch-Pesto mit weiteren Zutaten.

Geht es nur darum, das Bärlauch-Aroma zu erhalten, genügt es, die Bärlauchblätter in feine Streifen zu schneiden, sie in ein Schraubglas zu legen, auf jede Lage eine Prise Salz zu streuen und zum Schluss soviel Öl darüber gießen, bis alles bedeckt ist. Das Glas verschrauben und zunächst für 20 Tage an einem dunklen Platz mit Zimmertemperatur ziehen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.

So kannst Du etwa ein Jahr lang nach Bedarf Deine Speisen mit einer Bärlauchnote verfeinern, wenn das Glas nicht lange vorher leer sein wird, was zu vermuten ist.

 

Bärlauch, bei Köchen, Ärzten und Heilpraktikern gleichermaßen beliebt

Wie seine Verwandten, die Zwiebel und der Knoblauch, überzeugt auch der Bärlauch durch seinen positiven gesundheitlichen Einfluss auf Deinen Körper.

Zu verdanken ist dies hauptsächlich den ätherischen, schwefelhaltigen Ölen, in denen wiederum wichtige Mineralien und im besonderen Vitamin C gebunden sind. Schon 100 g frischer Bärlauch genügt, um den Tagesbedarf an Vitamin C mehr als zu decken.

Hinzu kommen Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen, wobei der Bärlauch bezüglich des Eisengehalts locker mit dem viel gerühmten Spinat mithalten kann, was wiederum für die vegane Ernährung von Bedeutung ist.

Insgesamt beeinflusst der Bärlauch vor allem den Magen-Darm-Trakt in positiver Weise, aber auch das Atmungssystem profitiert von den Inhaltsstoffen. Nachweisbar verbessert der Bärlauch das Krankheitsbild bei Bluthochdruck, Arteriosklerose und verschiedenen Darmerkrankungen. In früheren Zeiten war Bärlauch die erste Wahl, wenn es darum ging, Darmparasiten wie etwa Bandwürmer loszuwerden.

Bärlauch ist eine rundum gesunde und geschmackvolle Kräuterpflanze und nur dann ungesund, wenn sie verwechselt wird. Es gibt ein paar Pflanzen auf Wald und Flur, die sehen dem Bärlauch ähnlich und blühen auch zur fast selben Zeit, wie der Aronstab oder die Maiglöckchen.

Die beiden jedoch sind für den Menschen hochgiftig. Wer jedoch über ein gesundes Riechorgan verfügt, wird den Bärlauch kaum verwechseln. Er riecht schon von weitem nach Knoblauch und ein Blatt, zwischen den Fingern zerrieben, lässt erneut diesen Duft aufsteigen, der bei Dir sofort den Gedanken aufkeimen lässt, schnurstracks nach Hause zu eilen und etwas Leckeres mit Bärlauch zuzubereiten.

 

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Essen als Gemeinschaftsprojekt: Allein essen macht krank

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Unser stressiges Leben lässt Essen und den Genuss desselben immer weiter in den Hintergrund rücken. Was früher täglich gemeinsam mit der Familie zelebriert wurde, ist heute ein notwendiges Übel, das nebenher mit Nahrung vom Lieferdienst erledigt wird. Neben Slow Food, der Rückkehr wertschätzenden Essens, ist auch das Essen in Gemeinschaft ein Schritt in die andere Richtung.

Allein essen ist problematisch


Die Studienlage ist diesbezüglich relativ eindeutig: Wer viel alleine isst, hat ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht und weitere Stoffwechselprobleme, die alle mit schlechter Ernährung in Zusammenhang gebracht werden. Wer allein isst, isst in der Regel schneller und neigt dazu, parallel etwas anderes zu tun, zum Beispiel Fernsehen, Emails lesen oder anderes Multitasking. Dabei verliert man die Beziehung zum Essen. Auch das normale Sättigungsgefühl wird dabei oft ignoriert, weil die Konzentration auf ganz andere Dinge fokussiert ist.
Um drohendes Übergewicht erkennen zu können, hilft es, seinen BMI berechnen zu lassen. Anhand dieses Richtwertes kann man sehen, ob man zu viel auf den Rippen hat. Dabei ist auf die leicht unterschiedlichen Grenzwerte für Männer und Frauen sowie die sich mit dem Alter verschiebenden Empfehlungen zu achten.

Wertschätzende Ernährung als Gegenentwurf


Um überschüssiges Körperfett wieder loszuwerden, helfen dauerhaft keine Diäten oder schnellen Ernährungsumstellungen. Stattdessen empfehlen Experten, sich bewusster und wertschätzend zu ernähren. Wer den Genuss am Essen wiederentdeckt und seinen Mahlzeiten die Zeit einräumt, die ihnen gebührt, hat es wesentlich leichter, sich ausgewogen zu ernähren und ein natürliches Sättigungsgefühl wiederzugewinnen. Dieses ist der Schlüssel: Der Körper sendet Signale, auf die zu hören wir wieder lernen sollten.
Dabei hilft auch, in Gemeinschaft zu essen – und dann auch nur ausschließlich zu essen, ohne parallele Berieselung durch Medien. Auch für Singles ist dies machbar, wenn sie sich regelmäßig mit Freunden verabreden, um gemeinsam gesund zu kochen und zu speisen. In diesem Fall fällt es Menschen übrigens auch leichter, mehr Geld für hochwertige und frische Lebensmittel auszugeben und sich Zeit bei der Zubereitung zu lassen – alles weitere Faktoren für eine gesunde Ernährung. Dabei bedeutet “Qualität” oft etwas anderes als einheitliche Supermarktware: Auch krummes Obst und Gemüse verdient unsere Wertschätzung und steht in Vitaminpower seinen geraden Kollegen in nichts nach.

Feste Rituale


Wer Probleme hat, regelmäßige Zeiten einzuhalten oder in der Familie unterschiedliche Zeitpläne zur Deckung zu bringen, um gemeinsame Mahlzeiten einzunehmen, muss nicht verzweifeln. Dies ist eine Frage von Gewohnheit und Gelegenheit und kann eine Weile dauern, ehe langfristig funktionierende Lösungen gefunden werden. Besonders wichtig sind diese für Familien mit kleinen Kindern: Wer früh lernt, dass man sich gemeinsam zum Essen Zeit nimmt und dieses bewusst und langsam genießt, hat auch später weniger Schwierigkeiten, wertschätzend zu essen.

Verdauungsprobleme durch zu schnelles essen


Wer zu schnell große Portionen fettigen Essens verspeist, hat nicht nur langfristig, sondern oftmals auch kurzfristig einige Beschwerden: Völlegefühl, Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Blähungen können sich einstellen. Auch gewöhnt sich der Magen an Überfüllung und dehnt sich stärker. Als erste Hilfe empfehlen wir Apfelessig gegen Sodbrennen, aber genauso wichtig ist es, diese Angewohnheiten Stück für Stück zu ändern und Fastfood durch Slow Food zu ersetzen.

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Fensterglas – welches ist das richtige?

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Beim Glas für die Fenster ist die Auswahl sehr viel größer als sie Laien auf den ersten Blick erscheint. Dass eine Mehrfachverglasung einen guten Wärmeschutz bietet, weiß inzwischen fast jeder. Weniger bekannt sind jedoch die vielen Verglasungen mit besonderen Eigenschaften. Im Folgenden deshalb ein Überblick über die verschiedenen Glasarten, die sich zum Teil auch miteinander kombinieren lassen. So kann zum Beispiel eine Mehrfachverglasung mit guten isolierenden Eigenschaften gleichzeitig einbruchhemmend sein.

Einfachglas

Eine Einfachverglasung findet sich inzwischen nur noch dort, wo eine Wärmedämmung keine Rolle spielt. Sie lässt die Wärme fast ungehindert entweichen und ist deshalb für Wohngebäude nicht mehr zugelassen. Gut geeignet ist sie dagegen für ein Gartenhaus, das nur in den Sommermonaten genutzt wird. Eine einfache Verglasung lässt viel Licht in die Laube strömen. Zudem wird der Innenraum bei Sonnenschein schnell warm, sodass Sie bei entsprechendem Wetter schon früh im Jahr wieder in Ihrem Gartenhaus sitzen können. Ein weiterer Vorteil ist der äußerst günstige Preis.

Doppel-, Dreifach- und Vierfachverglasungen

Eine sehr viel bessere Wärmedämmung als eine Einfachverglasung bietet eine Doppel-, Dreifach- oder Vierfachverglasung, die – wie der Name schon sagt – aus zwei, drei beziehungsweise vier Scheiben besteht. Zwischen den einzelnen Scheiben befindet sich in der Regel eine Füllung aus einem Edelgas, bei dem es sich meist um Argon oder Krypton handelt. Es verstärkt die Isolierung nochmals.

 

Schallschutzglas

Im Hinblick auf den Schallschutz stellen die Fenster eine Schwachstelle dar, denn Lärm dringt vor allem durch die Fensterscheiben in ein Gebäude. In der Nähe von Flughäfen, Bahngleisen, Industriegebieten, Autobahnen und anderen Lärmquellen bietet es sich daher an, durch eine Schallschutzverglasung für mehr Ruhe in den Innenräumen zu sorgen.

Solch eine Verglasung besteht aus mehreren Scheiben, die verschiedene Dicken haben und in unterschiedlichen Abständen angebracht sind. Durch diesen asymmetrischen Aufbau werden die Schallwellen gebrochen und eine Weiterleitung des Lärms an die Innenräume unterbunden. Hierbei gilt, dass der Schallschutz umso höher ist, je dicker die Scheiben und je größer die Abstände sind. Einen zusätzlichen Effekt haben eine Füllung aus Edelgas und eine spezielle Folie.

Eine gute Orientierung beim Kauf von Schallschutzfenstern bietet die Einteilung in Schallschutzklassen. Nach der DIN 4109 unterteilt man Schallschutzfenster in die Klassen 1 bis 6. Fenster der Klasse 6 bieten den höchsten Schallschutz.

Quelle: Fenster Hannover – Holzkämpfer Bauelemente

 

Sonnenschutzglas

Große Fensterflächen sind inzwischen sehr beliebt, denn durch sie entstehen lichtdurchflutete Räume, die entsprechend großzügig wirken. An heißen Sommertagen kann es in Zimmern mit großen Fenstern jedoch schnell zu heiß werden. Gleiches gilt für hohe Gebäude wie die Büro- und Verwaltungsgebäude mit zahlreichen Fenstern sowie die Fenster auf ausgebauten Dachböden. Lässt sich ein Hitzeschutz nicht durch andere Maßnahmen wie zum Beispiel das Herunterlassen der Rollläden sicherstellen, ist eine Sonnenschutzverglasung eine gute Lösung.

Sie absorbiert oder reflektiert die Sonnenstrahlen und hält dadurch die Räume auf einer angenehmen Temperatur. Absorbierendes Sonnenschutzglas enthält spezielle Farbstoffe wie zum Beispiel Eisenoxid. Reflektierendes Sonnenschutzglas ist dagegen beschichtet. Diese fast unsichtbare Beschichtung kann auf der Außenseite aufgetragen werden. Dort hat sie den größten Effekt, führt allerdings auch dazu, dass das Glas spiegelt. Diese Spiegelung tritt bei einer Beschichtung auf der Innenseite kaum oder gar nicht auf.

Sowohl absorbierendes als auch reflektierendes Sonnenschutzglas hat eine geringere Lichtdurchlässigkeit als herkömmliches Glas. Beide Varianten lassen aber dennoch ausreichend Tageslicht in die Räume strömen.

 

Intelligentes Glas

Intelligentes Glas verwandelt sich auf Knopfdruck oder auch von allein von einem Klarglas zum Beispiel in ein Milchglas, das Personen außerhalb des Gebäudes den Blick in die Räume verwehrt. Diese Zusatzfunktion lässt sich durch verschiedene Techniken realisieren, deshalb unterscheidet man zwischen dem elektrochromen Glas, dem thermochromen Glas und dem LC-Glas. Beim elektrochromen Glas und beim LC-Glas verändert sich die Lichtdurchlässigkeit durch das Anlegen einer geringen elektrischen Spannung. Das thermochrome Glas reagiert dagegen auf Wärme, die zumeist durch Sonneneinstrahlung entsteht. Es färbt sich von allein ein und wird automatisch wieder klar, wenn die Wärme nachlässt.

 

Selbstreinigendes Glas

Eine selbstreinigende Verglasung ist nicht nur für große Gebäude attraktiv, in denen sich die Fenster nicht komplett öffnen lassen. Auch die meisten privaten Hausbesitzer verzichten gern auf das regelmäßige Putzen der Fenster und vor allem der Glasflächen, die nur schwerlich zu erreichen sind. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Glasdach einer Terrasse, das sich von oben kaum reinigen lässt.

Beim selbstreinigenden Glas macht eine spezielle Beschichtung die Glasoberfläche fotokatalytisch und hydrophil. Fotokatalytisch bedeutet, dass die UV-Strahlen der Sonne alle organischen Verschmutzungen zersetzen. Der Begriff hydrophil besagt, dass sich Feuchtigkeit, bei Fenstern also vor allem das Regenwasser, gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche verteilt. Nachdem die Verschmutzungen zersetzt wurden, fehlt daher nur noch ein Regenschauer, damit die Scheiben wieder sauber sind.

 

Brandschutzglas

Durch eine Verglasung aus Brandschutzglas lässt sich die Ausbreitung eines Feuers eindämmen. Dieses Glas ist zwischen den einzelnen Scheiben mit einer Brandschutzschicht versehen. Sie schäumt auf, wenn durch die Hitze des Feuers eine Scheibe zerbricht. In diesem Zustand hat sie einen isolierenden Effekt, sodass weniger Hitze durch die noch vorhandenen Scheiben dringt. Dadurch verhindert sie, dass empfindliche Materialien auf der anderen Seite der Scheibe allein durch die Hitze in Brand geraten. Gleichzeitig setzt sie eine gewisse Menge Wasser frei und sorgt dadurch für eine leichte Abkühlung.

Brandschutzglas wird in die Klassen F30 feuerhemmend, F60 hochfeuerhemmend sowie F90 und F120 feuerbeständig unterteilt. Die Zahl steht jeweils für die Anzahl Minuten, die das Glas einem Feuer und allen damit verbundenen Einflüssen wie Hitze oder Rauch standhält.

 

Sicherheitsglas

Herkömmliches Glas zerspringt bei einem Bruch in Scherben mit scharfen Kanten, die Verletzungen verursachen können. Möchten Sie dieses Risiko minimieren, können Sie sich für Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG) entscheiden. Einscheibensicherheitsglas zerfällt beim Zerspringen in kleine Bruchstücke, die keine scharfen Kanten haben. Noch mehr Sicherheit bietet das Verbundsicherheitsglas, das aus mehreren Glasscheiben besteht. Zwischen diesen Scheiben befindet sich eine reißfeste Folie, an der die Scherben bei einem Bruch haften bleiben. Verbundsicherheitsglas erhöht daher auch den Schutz vor Einbrechern, denn es verhindert, dass Kriminelle durch eine zerschlagene Scheibe hindurchgreifen, um ein Fenster von der Innenseite zu entriegeln.

 

Einbruchhemmendes Fensterglas

Einen noch besseren Schutz vor Einbrechern bietet eine einbruchhemmende Verglasung. Sie wird gemäß der DIN EN 356 mit Kürzeln wie P4A gekennzeichnet. Hinter diesem Kürzel verbergen sich zahlreiche Kriterien, daher lassen Sie sich bei der Auswahl einer einbruchhemmenden Verglasung am besten von einem Fachmann beraten. Für privat genutzte Gebäude werden jedoch meist P4A- oder P5A-Verglasungen genutzt. Durch sie entstehen in Kombination mit den geeigneten Rahmen und Beschlägen einbruchhemmende Fenster in den Widerstandsklassen RC2N beziehungsweise RC3.

 

Vogelschutzglas

Vögel erkennen herkömmliche Glasscheiben nicht und kommen beim Aufprall auf Glas oft zu Tode. Um dies zu verhindern, gibt es das Vogelschutzglas, das mit einer speziellen Beschichtung versehen ist. Sie reflektiert UV-Licht, das für Vögel sichtbar, für Menschen jedoch unsichtbar ist. Scheiben aus Vogelschutzglas sehen für uns Menschen daher genauso aus wie jedes andere Glas, sind jedoch ein guter Beitrag zum Naturschutz. Sie bieten sich neben öffentlichen Bereichen vor allem für Fensterflächen an, bei denen es in der Vergangenheit schon häufiger zu einem sogenannten Vogelschlag gekommen ist. Schuld sind nicht selten Bäume und Sträucher, die sich in den Scheiben spiegeln, oder eine Spiegelung des Himmels.

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Tipps für die eigene Hobbywerkstatt

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Viele Heimwerker träumen von der eigenen Hobbywerkstatt. Mit allen nötigen Tools ausgerüstet lässt sich so das Eigenheim in Schuss halten, Möbel reparieren, Fahrräder warten und sogar der Innenausbau von Räumen realisieren. Hierzu sind lediglich ein gewisses handwerkliches Geschick sowie Werkzeuge und Maschinen nötig. Eine gut ausgestattete Hobbywerkstatt ist also nicht nur Träumerei, sondern durchaus sinnvoll. Einige interessante Punkte im Kontext der Hobbywerkstatt werden im Folgenden etwas genauer betrachtet.

Die Wahl der Räumlichkeiten

Noch bevor es um die Frage geht, welche Säbelsäge mit Akku es denn sein soll oder ob der Bosch Drehschlagschrauber eine gute Alternative ist, gilt es eine Antwort darauf zu finden, wo die Hobbywerkstatt genau realisiert werden kann. Diese sollte dann selbstverständlich ausreichend Platz bieten, um die genannten Werkzeuge und Maschinen als auch alles Weitere für den Heimwerker Wichtige fassen zu können. Darüber hinaus gilt es diese Werkstatt ebenfalls, als eine Art Rückzugsort zu sehen, an dem der Heimwerker seinen Ideen freien Lauf lassen kann und an dem es ihm möglich ist, auf die vielfältigen Herausforderungen, die sich ihm stellen können, neue Lösungen zu finden. Insofern spielt die Qualität der Räumlichkeit ebenso eine große Rolle wie die Wahl der Werkzeuge selbst.

Bevorzugt werden üblicherweise Räume, die sich im Keller oder im Dachboden befinden. Allerdings bieten sich ebenso die Garage oder das Gartenhaus an. An allen Orten sollte jedoch sichergestellt sein, dass es zum einen eine zuverlässige Stromversorgung gibt und zum anderen eine Wasserversorgung. Ebenfalls ist es wichtig, darauf zu achten, dass ausreichend Platz für Hängeschränke, Werkbank, Schränke und Regale ist. Wer sich viel in der Hobbywerkstatt aufhalten wird, darf sich zudem mit dem Gedanken auseinandersetzen, wie diese in der kalten Jahreszeit beheizt wird. Das ist nicht nur für den Heimwerker an sich wichtig, sondern ebenfalls für die Werkzeuge, die sich in der Hobbywerkstatt befinden. Schließlich sollte der Raum trocken sein, sodass vermieden wird, dass sich an diesen Rost ansetzt.

Interessante Aspekte bei der Ortswahl

Bei der Auswahl des Ortes für die eigene Werkstatt gibt es noch ein paar Tipps, die bei der Entscheidung helfen sollen:

Wie viel Platz wird für die Hobbywerkstatt tatsächlich benötigt?

Hier ist zu beachten, dass selbst eine kleine Werkbank mindestens 1,5 Meter auf 0,8 Meter misst. Hinzu kommen die Maße für Schränke sowie Hängeregale und Weiteres. Ebenso ist der Platzbedarf für Maschinen und das Werkzeug zu beachten. Im Schnitt sollte die Mindestgröße einer eigenen Werkstatt bei mindestens 12 Quadratmetern liegen. Bei der Einrichtung selbst hat der Hobbyheimwerker selbstverständlich absolut freie Hand. So gibt es in der Zwischenzeit moderne Komplettsets, die sich zur Einrichtung der Werkstatt ebenso anbieten wie separate Werkbank, Werkstattwagen, Werkzeugwand, diverse Regale und selbstverständlich Schränke.

Der Blick auf das Werkzeug

Neben der hier erwähnten Säbelsäge mit Akku oder dem Bosch Drehschlagschrauber braucht es selbstverständlich auch eine Auswahl an Grundwerkzeugen, die in jeder Werkstatt vorhanden sein sollten. Hierzu zählen etwa Hammer, ein Satz Innensechskantschlüssel, ein Satz Schraubendreher, Wasserwaage, Schraubzwinge, Schraubstock, Satz Innensechskantschlüssel, Teppichmesser, Akkuschrauber mit Bitsatz, Stifte zum Markieren, Kombizange sowie Seitenschneider, ein Satz Ringschlüssel und zum Aufräumen selbstverständlich Schaufel und Handfeger. Je nach Bedarf lässt sich diese Auswahl selbstverständlich mit allerlei weiteren Werkzeugen und Maschinen ausbauen. Hierzu zählen etwa Tischkreissäge, Tischbohrmaschine, diverse Malerwerkzeuge, Handkreissäge und vieles mehr. Auf keinen Fall fehlen darf die persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Arbeitshandschuhen, Schutzbrille und Gehörschutz.

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