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Ist die Bundesliga Europas Nummer 1?

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Die Saison läuft und damit diskutieren viele Fans auch wieder die Frage, welche Liga eigentlich die Beste ist? Um es vorweg zu nehmen: Eindeutig messen kann man nicht, wer sich diesen inoffiziellen Titel sichern kann. Aber man kann einzelne Kategorien miteinander vergleichen, um sich einer Antwort zu nähern. Deshalb haben wir Trends, Daten und Fakten aus Europas Top 5-Ligen Deutschland, Italien, Spanien, England und Frankreich für dich zusammengesammelt.

TORE

Von wegen Catenaccio-Fußball: In keiner anderen europäischen Top-Liga fielen in der letzten Saison so viele Tore wie in Italien (2,96). Knapp dahinter folgt das für seine Offensiv-Spektakel von Messi, Cristiano Ronaldo & Co. bekannte Spanien mit 2,94 Toren pro Spiel. Die Bundesliga kam in der Saison 2016/2017 auf einen Wert von 2,87 und liegt damit noch vor der Premier League (2,80).

Die wenigsten Treffer pro Spiel gab es in der abgelaufenen Saison in Frankreich, denn in der Ligue 1 fielen durchschnittlich nur 2,61 Tore pro Partie. In absoluten Zahlen ausgedrückt sind das in 380 Spielen in Italien 1.123 Tore, in Spanien mit 1.118 mickrige fünf Treffer weniger, in England 1.064 und in Frankreich 991.

In Deutschland spielen bekanntlich nur 18 Vereine und damit zwei weniger als bei der europäischen Top-Konkurrenz. Daher gab es nur 306 Bundesligaspiele, in denen der Ball 877 Mal im Netz landete.

6% der Partien endeten mit dem Ergebnis, das keiner mag: 0:0. In der Ligue 1 fehlte sogar in 8% aller Partien das Salz in der Suppe, auch Tore genannt. Was den Heimvorteil angeht, tun sich die fünf Ligen fast nichts und kommen auf 48 bzw. 49% Siege im eigenen Stadion.

Die Bundesliga hatte nach Frankreich (25%) mit 24% den zweitgrößten Anteil an Unentschieden. In 55% aller Bundesligaspiele in der Spielzeit 2016/2017 konnten beide Fankurven mindestens ein Tor ihrer Mannschaft bejubeln und 89-mal gab es sogar mehr als 3,5 Tore für das Eintrittsgeld zu sehen.

FAIR PLAY

Die wenigsten Roten Karten pro Spiel gab es in der Saison 2016/2017 in England. 0,11-mal pro Spiel verwiesen die Referees einen Spieler vom Platz. Dies ist deutlich weniger als in Deutschland, das auf 0,20 Platzverweise pro Begegnung kam. In Spanien (0,23) und Italien (0,27) waren es nur unwesentlich mehr. Am häufigsten (0,29) schickten die Unparteiischen in der vergangenen Saison in Frankreichs Ligue 1 einen Spieler vorzeitig zum Duschen.

In der Primera División sahen im Schnitt 5,11 Spieler pro Partie die Gelbe Karte, es folgt Italien mit 4,77 Verwarnungen pro Spiel. Deutschland liegt mit 3,97 Verwarnungen im Mittelfeld. In England (3,88) und Frankreich (3,60) wurden noch weniger Gelbe Karten gezückt.

ZUSCHAUER

Die Bundesliga ist die zuschauerstärkste Liga Europas – mit Abstand. Insgesamt knapp 13 Millionen Fans pilgerten vergangene Saison in die deutschen Erstliga-Stadien. Das entspricht rund 40.728 Zuschauern pro Spiel. Von solch stimmungsvollen Kulissen kann in anderen Ligen nur geträumt werden.

In Italien sehen im Schnitt lediglich 21.398 Zuschauer eine Partie, in Frankreich sind es 20.440. Auf Rang zwei liegt die englische Premier League mit 35.621 Besuchern pro Match, es folgt Spanien mit 27.021 Fans.

Nimmt man die 40 meistbesuchten Stadien Europas, waren über 36 Millionen Fans in der Saison 2016/17 mittendrin statt nur dabei. Der größte Zuschauer-Magnet war wie schon in den vergangenen sechs Jahren der Signal Iduna Park von Borussia Dortmund: 79.712 Besucher schauten sich die Bundesliga-Partien des BVB im Schnitt an. Dass die 80.000er-Marke nicht erneut geknackt wurde, lag an der Sperrung der Südtribüne beim Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg.

Die Plätze zwei bis fünf gehen an den FC Barcelona (78.464 Fans pro Spiel), Manchester United (75.290), FC Bayern (75.000) und Real Madrid (71.368). Diese Klubs sind die einzigen in ganz Europa, die ihre Heimspiele im Schnitt vor über 70.000 Zuschauern austragen. Die Bayern sind in Sachen Stadion-Auslastung mit 100 Prozent die Nummer eins: Kein anderer Klub schaffte es, bei jedem Ligaspiel auch den Gästeblock voll zu machen. Überragenden Zuspruch erlebten mit Newcastle United und dem VfB Stuttgart auch zwei Zweitligisten.

Mit der Unterstützung von durchschnittlich 51.106 bzw. 50.717 Fans sicherten sich beide Klubs den Meistertitel und somit den direkten Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse ihres Landes.

Zwölf Vereine aus Deutschland, neun aus England – europaweit sorgen deutsche und englische Fans für die vollsten Fußball-Stadien. In der 1. Bundesliga spielten zehn Klubs regelmäßig vor 40.000 Zuschauern und mehr, mit dem VfB und Hannover 96 schafften es gleich zwei Zweitligisten in die Top 40.

Die Premier League (95,1 %) hatte die Nase derweil in Sachen Stadion-Auslastung knapp vor der Bundesliga (93,9 %) vorn. Überraschend ist, dass die Premier League Clubs trotz der Ticketpreise an der Spitze liegen. Es war bereits öfter von Fanprotesten zu hören oder zu lesen, und im Schnitt zahlten die Zuschauer in England ca. 32 € für das günstigste Ticket im Stadion.

Es kann auf diesen Plätzen auch durchaus vorkommen, dass es dann Sichtbehinderungen gibt. Zum Vergleich: In Deutschland zahlte man für das teuerste Tagesticket (Stehplatz) 21 € (beim HSV) und das günstigste Ticket für ein Spiel gab es bei Bayer 04 Leverkusen bereits ab 10 € (ebenfalls Stehplatz)

Von solchen Werten war man in der italienischen Serie A (57,2 %) und der französischen Ligue 1 (65,6 %) weit entfernt. In Frankreich ist Vizemeister Paris Saint-Germain sowohl bei der Besucherzahl (45.159) als auch bei der Auslastung (90,9 %) das Maß aller Dinge. Die Heimspiele von Meister AS Monaco verfolgten im kleinen Fürstentum im Schnitt 9.038 Besucher – das Stade Louis-II war dabei zu 48,8 Prozent ausgelastet.

Ähnlich viele Freiheiten hatte man auch im meistbesuchten Stadion Italiens: dem Giuseppe Meazza. 80.018 Fans passen rein – bei Heimspielen von Inter Mailand waren es durchschnittlich 46.620 Besucher, beim AC Mailand 40.292. Ganz anders sieht es im 2011 eröffneten Turiner Juventus Stadium aus, denn die Arena von Serienmeister Juventus war mit 39.925 Fans im Schnitt zu 96,3 Prozent ausgelastet.

Die „Alte Dame“ hat eine moderne Arena, ansonsten gab es seit 1990 keine Stadionneubauten in der höchsten italienischen Liga. So entsprechen heute nur noch vier Stadien der internationalen Norm. Dies ist für den modernen Eventcharakter eines Fußballspiels und den Ansprüchen der Zuschauer nicht mehr zeitgemäß.

DIE SAISON 2016/2017 AUF EINEN BLICK

Kriterium Deutschland England Spanien Italien Frankreich
Tore pro Spiel 2,87 2,80 2,94 2,96 2,61
Beide Teams treffen 55% 51% 56% 57% 46%
Mehr als 1,5 Tore 78% 77% 78% 79% 73%
Mehr als 2,5 Tore 55% 54% 56% 58% 48%
Mehr als 3,5 Tore 29% 32% 34% 34% 27%
0:0-Häufigkeit 6% 7% 7% 5% 8%
Heimsiege 49% 49% 48% 48% 49%
Auswärtssiege 27% 29% 29% 31% 26%
Unentschieden 24% 22% 23% 21% 25%
Spiele mit einem Sieger 76% 78% 77% 79% 75%
Zuschauer 40.728 35.621 27.021 21.398 20.440

 

AUSGEGLICHENHEIT IN DER  LIGA

Was Titel, Finanzen und Rekorde angeht, gibt es in der Bundesliga einen großen, alles überstrahlenden Spitzenklub – den FC Bayern München. Die Münchner sind seit Jahren, nein eigentlich Jahrzehnten der Branchen-Primus in der Bundesliga. Oft, allen voran in den letzten Jahren stellte sich nicht die Frage, ob die Bayern Meister werden, sondern wann und mit wie vielen Punkten Vorsprung.

In der vergangenen Saison gelang ihnen wieder etwas Einmaliges, denn als erster Bundesligist der Geschichte holten sie fünf Meisterschaften in Folge. Dahinter sortiert sich die Bundesliga im Spitzen-Segment immer wieder neu. Dauerhaft, also über fünf bis zehn Jahre schaffte es selten ein Team, den Bayern konstant Paroli zu bieten. Was auch daran liegt, dass die Münchner sich gerne am Spitzenpersonal des ärgsten Konkurrenten bedienen.

Anfang der 2000er-Jahre war es Werder Bremen (Borowski, Frings und Klose) und in jüngster Vergangenheit Borussia Dortmund. Nachdem der BVB unter Trainer Jürgen Klopp gleich zweimal in Folge (2011 & 2012) die Meisterschale holte und den Bayern zu dominant wurde, lockte der FCB zuerst Mario Götze an die Isar. Ein Jahr später folgte Topstürmer Robert Lewandowski und zuletzt tauschte Mats Hummels das Schwarz-Gelbe gegen das rote Trikot gegen ein. In den letzten zehn Jahren durchbrachen außer dem BVB nur Stuttgart (2007) und der VfL Wolfsburg (2009) die Münchener Dominanz, doch es erwies sich in beiden Fällen als One-Hit-Wonder.

 

Meister der letzten 10 Jahre + Vizemeister

 

2007/2008: FC Bayern München / Werder Bremen

2008/2009: VfL Wolfsburg / FC Bayern München

2009/2010: FC Bayern München / FC Schalke 04

2010/2011: Borussia Dortmund / Bayer 04 Leverkusen

2011/2012: Borussia Dortmund / FC Bayern München

2012/2013: FC Bayern München / Borussia Dortmund

2013/2014: FC Bayern München / Borussia Dortmund

2014/2015: FC Bayern München / VfL Wolfsburg

2015/2016: FC Bayern München / Borussia Dortmund

2016/2017: FC Bayern München / RB Leipzig

 

In England wurde jahrelang von den Big Four gesprochen: von Manchester United (Rekordmeister), dem FC Liverpool, dem FC Chelsea und Arsenal London. In den letzten Jahren wurde dieser durch eine neue „Größe“ erweitert, nämlich Manchester City. Auch Tottenham Hotspurs gehört mit den Platzierungen 5, 3 und 2 seit drei Jahren zur Spitze, so dass mittlerweile der Begriff „Big 6“ besser passt.

Die Spitzengruppe in England ist ein nahezu geschlossener Kreis. Allen voran Chelsea London und Manchester City investierten in den vergangenen Jahren Unsummen in neue Spieler. Ein Transferrekord jagte den nächsten. Zwar lässt sich in England beobachten, dass es selten einem „anderen“ Team gelingt, außer den oben genannten in den Top 4 bzw. Top 5 der Liga zu landen. Aber dafür wechseln sich die Liga-Meister immer wieder ab. Von 2006 – 2009 siegte Manchester United dreimal in Folge und löste damit den Rekordmeister und Rivalen FC Liverpool ab. 2009/2010 wurde Chelsea zum vierten Mal englischer Meister. Dann wurde der Titel zwischen den beiden Rivalen aus Manchester ausgespielt. Abwechselnd siegten entweder City oder United in den darauffolgenden vier Jahren. Chelsea gewann vorletztes Jahr den Titel. Und 2016 schaffte Leicester City die Mega-Sensation und wurde englischer Meister. Dieser Titelkampf war in England, spannend wie lange nicht.

Fast bis zum Schluss gab es einen Dreikampf zwischen Leicester, Arsenal und Tottenham. Festzementiert haben ihre Erfolge die Titelträger hingegen nicht. Die Abstände zwischen Meister und Vize-Meister waren entweder nie größer als elf Punkte. In den letzten zehn Jahren sahen so die Punkteabstände zwischen Ersten und Zeiten aus: 6, 2, 4, 1, 9, punktgleich (die bessere Tordifferenz entschied), 11, 2, 8, 10 und 7. Heißt der Titelkampf ist meistens recht spannend im Mutterland des Fußballs. In der Bundesliga stiegen in den vergangenen Jahren die Abstände massiv an: 2 Punkte, 10, 2, 5, 7, 8, 25, 19, 10, 10, 15.

In der spanischen La Liga gewannen seit 2004/2005 fast ausschließlich Real Madrid und der FC Barcelona die Meisterschaft. Die Dominanz konnte nur einmal von Atletico Madrid (2013/2014) durchbrochen werden. Da der Meisterschaftskampf dort ohnehin nur ein Zweikampf ist, sparen wir uns an dieser Stelle den Vergleich an Punkten zwischen Meister und Vize-Meister.

Was die Ausgeglichenheit steht die Bundesliga am besten da. Es dominieren zwar die Bayern, aber immer wieder gab es Rivalen, die es den Bayern einige Zeit schwer machten oder gar Meister wurden. Borussia Dortmund wird auch zukünftig alles daran setzen, sich als dauerhafter Konkurrent zu etablieren und mittelfristig auch wieder Meister zu werden. Mit RB Leipzig ist ein neuer, finanzkräftiger Konkurrent mit enormem Potential hinzukommen, dessen mittelfristige Entwicklung noch nicht abzusehen ist.

Was allerdings den Abstand zur Konkurrenz angeht, haben die Bayern in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt. Die Zeiten der knappen und spannenden Meisterschaften sind in der Bundesliga seit einigen Jahren vorbei. Dagegen ist der Kampf um die europäischen Plätze seit Jahren offen – zuletzt spielten sich Teams wie Köln und Freiburg mit einer guten Saison nach oben – und der Abstiegskampf ist seit Jahren an Dramatik bis zum Schluss kaum zu überbieten.

In England regieren die Top-Sechs, die Titelträger wechseln sich aber dafür immer wieder ab und die Meisterschaften enden immer wieder denkbar knapp. Heißt im Puncto Spannung im Meisterschaftskampf ist für uns England der Gewinner.

 

WETTBERWERBSSTÄRKE

Schaut man sich die Titel auf europäischer Ebene heran, gibt es einen klaren Sieger. In den letzten fünf Jahren gingen die Titel in der Königsklasse des europäischen Fußballs, 4-mal nach Spanien (3-mal Real Madrid, einmal FC Barcelona) und einmal nach Deutschland. Auch in der Europa League haben die spanischen Klubs ein klares Übergewicht.

Alleine dreimal in Folge – von 2014 bis 2016 – gewann der FC Sevilla. Manchester United sorgte 2017 für den ersten englischen Triumph seit vier Jahren. Eine deutsche Finalbeteiligung gab es zuletzt 2009. Damals hieß der Wettbewerb noch UEFA-Cup und die Nordlichter von Werder Bremen unterlagen Schachtjor Donezk.

Es stellt sich also die Frage, woran es liegt, dass die Spanier eine Übermacht in den Klubwettbewerben auf europäischer Ebene darstellen? Zweifelsohne verfügt „La Liga“ mit Atletico Madrid, Real Madrid und Barcelona über drei großartige Mannschaften. Die spanische Meisterschaft ist zwar für Madrid und Barcelona ein wichtiger Titel, die Champions League aber weitaus bedeutender.

Die Premier League stieß zwar mit dem letzten Fernsehvertrag-Abschluss in neue Sphären der Vermarktung vor und dort sind auch fast alle Klubs an Investoren verkauft worden, aber auf Titelgewinne hat sich das nicht groß ausgewirkt. Vielleicht war der Europa League-Titel von Manchester United in diesem Jahr aber der Startschuss zu erfolgreicheren Zeiten?

MARKTWERT

Real Madrid ist in diesem Jahr Historisches gelungen: Der spanische Rekordmeister feierte mit dem 4:1-Finalsieg gegen Juventus Turin als erster Klub die Titelverteidigung in der Geschichte der Champions League. Zudem gelang der Triumph in der heimischen Liga vor dem FC Barcelona.

Für Fans der Königlichen dürfte klar sein, wer der größte Verein der Welt ist, der größte Fußballklub sowieso. Was den Marktwert betrifft, ist Real aber laut der amerikanischen Wirtschaftszeitschrift “Forbes” nur noch die Nummer fünf der Welt. Nach Platz zwei im Vorjahr ging es mit einem geschätzten Wert von 3,13 Milliarden Euro zurück auf Rang fünf. Der Verein wird hinter seinem Erzrivalen Barcelona (3,19) und Europa-League-Sieger Manchester United (3,23) geführt.

Für United hohe Bewertung sorgen unter anderem die Einnahmen aus dem lukrativen TV-Vertrag der Premier League. Der Spitzenreiter bleibt der US-Footballklub Dallas Cowboys (3,7).

Im Vorjahr hatten die Cowboys Real Madrid als Führenden abgelöst. 2. New York Yankees (3,24 Milliarden Euro): Das Traditionsteam aus der US-Baseball-Liga ist nach einem vierten Platz im Vorjahr auf Rang zwei zurückgekehrt. Dort stand der Klub bereits im Ranking von 2015.

Für das gute Abschneiden sorgt unter anderem der höchstdotierteste Sponsorenvertrag der MLB (circa 105 Millionen Euro jährlich). Insgesamt sind Vereine aus dem US-Sport besonders stark vertreten: 43 der 50 wertvollsten Klubs kommen aus den Vereinigten Staaten, allein 29 davon sind NFL-Teams. Bayern München ist der wertvollste deutsche Verein, der Wert des Rekordmeisters (2,37) reicht allerdings nicht für die Top Ten – der FC Bayern ist 15.

TV-GELDER

Zum 25-jährigen Jubiläum hat sich die Premier League selbst reich beschenkt. Der neue TV-Vertrag spült in den nächsten drei Jahren 8,3 Milliarden Pfund in die Kassen der Klubs, die Ablösesummen sind auf einem Rekordhoch, ebenso die Gehälter: Ein Spieler in der Premier League verdient durchschnittlich 2,3 Millionen Pfund im Jahr.

Spaniens Fußball-Meister Real Madrid und Vorgänger FC Barcelona wären bei den TV-Geldern in der englischen Fußball-Premier-League nur gehobenes Mittelmaß. So erhielten Barca und Real für die abgelaufene Spielzeit rund 150 bzw. 143 Millionen Euro, was Platz sieben und acht bedeuten würde. Nach dem milliardenschweren TV-Vertrag des englischen Verbandes FA mit den TV-Riesen British Telecommunications und Sky sind die Summen im ersten Jahr förmlich explodiert.

Als Nummer eins kassiert Meister FC Chelsea rund 173 Millionen Euro, das sind 60 Millionen mehr als Vorgänger Leicester City in der Saison 2015/16. Insgesamt erhält die FA für die Jahre 2016 bis 2019 über 6,9 Millionen Euro, alleine für die nationale Übertragung. Dazu kommen Gelder aus dem Verkauf der internationalen TV-Rechte. Für die Spielzeit 2016/17 wurden in der Premier League damit insgesamt 2,75 Milliarden Euro ausgeschüttet.

Dagegen lesen sich die Erlöse der Deutschen Fußball Liga (DFL) trotz des Rekordhochs mit 709 Millionen Euro für die vergangene Saison eher bescheiden. Dies gilt folgerichtig auch für den TV-Ertrag von Meister Bayern München. Mit seinen 74,16 Millionen Euro kassierte der Rekordmeister mehr als 30 Millionen weniger als Premier-League-Schlusslicht FC Sunderland (107 Millionen)!

FAZIT

Deutschlands Bundesliga steht auf soliden Beinen. Oben haben die Bayern zwar ihre Vormachtstellung ausgebaut, aber die Dortmunder könnten die erste Mannschaft seit langer Zeit werden, die dauerhaft Titelkandidat und Bayernjäger ist. Hinter der Spitzengruppe ist es in der Bundesliga immer spannend, da es jede Saison neue Überraschungen gibt und der Abstiegskampf ohnehin seit Jahren ein zähes Ringen bis zum letzten Spieltag ist. In den europäischen Wettbewerben wird es allerdings insbesondere in der Europa League mal wieder Zeit, dass ein Team aus Deutschland den Titel holt.

In der Champions League schielt der FC Bayern auch diese Saison wieder auf die Silberware, auch Dortmund gehört zu den chancenreichen Außenseitern. In puncto Zuschauerzahlen macht der Bundesliga ohnehin keiner etwas vor und zudem darf sich die Bundesliga bis 2018 auf jeden Fall noch „Weltmeister-Liga“ nennen.

Für sehr viele begeisterte Fußballfans auf der ganzen Welt war die Premier League jahrelang die unangefochtene Nummer Eins im Vergleich zu anderen Ligen in Europa. Der Einsatz, die Härte und der Kampf auf dem Platz, dazu tolle Tore und viele, viele Weltstars auf dem Rasen.

Die Premier League besitzt weltweit eine sagenhafte Strahlkraft. Die Engländer sind insgesamt ligaübergreifend gesehen am zahlungskräftigsten, was Transfers angeht. Die Spitzengruppe ist geschlossen seit Jahren. Allerdings ist die Zeit der Serienmeister in England vorerst dabei. Die Titelkämpfe sind meistens spannend und lange offen.

Spanien punktet in einer Kategorie, die beim Profisport nicht ganz unwichtig ist – nämlich mit Trophäen. Denn auf europäischer Ebene heimsten die Spanier in den letzten Jahren, Titel um Titel ein. Von 2014 bis 2016 hieß der Sieger in der Europa League immer FC Sevilla, in der Champions League gingen sechs der letzten zehn Erfolge nach Spanien. Folgerichtig ist die spanische La Liga in der Fünfjahreswertung der UEFA weit enteilt.

Aber ist die spanische Beletage damit auch die beste Liga Europas, denn der duale Meisterschaftskampf zwischen den beiden Schwergewichten Real Madrid und dem FC Barcelona – nur Atletico Madrid konnte 2014 für eine einmalige Ausnahme in den letzten 13 Jahren sorgen – ist hier gähnend langweilig.

Also wer hat nun die beste Liga? Ligue 1 und Serie A fallen ein bisschen ab, doch zwischen Premier League, La Liga und Bundesliga liegen nur Nuancen. Für jede der drei Ligen gibt es gute Argumente, mit denen man im Vergleich punkten kann. In der Summe gibt es für unseren Redakteur aber keinen klaren Sieger, keine alles überstrahlende Liga. Aber was meinst du? Sag uns, welche Fußball-Liga deine Nummer eins in Europa ist.

 

Quellen:

O.V. (o.J.):Weltfußball URL: http://www.weltfussball.de/zuschauer/eng-premier-league-2016-2017/1/ (Stand: 31.08.2017)

O.V. (o.J.): Transfermarkt.de URL: http://www.transfermarkt.de/premier-league/besucherzahlen/wettbewerb/GB1 und http://www.wettbasis.com/sportwetten-news/die-stadionauslastung-in-den-europaeischen-ligen.html (Stand: 31.08.2017)

O.V. (16.11.2016):Price of Football 2016: Premier League cuts cost of tickets URL: http://www.bbc.com/sport/football/37962214 (Stand: 31.08.2017)

Statista (o.J.): Preise für Tagestickets der Vereine der 1. Fußball-Bundesliga in der Saison 2016/2017 URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/169384/umfrage/preis-pro-einzelticket-der-bundesliga-vereine/ (Stand: 31.08.2017)

O.V. (o.J.): Soccerastats URL: http://www.soccerstats.com (Stand 31.08.2017)

O.V. (o.J.) https://www.ran.de/allgemein/bildergalerien/forbes-liste-juli-2017-das-sind-die-wertvollsten-sport-klubs-der-welt (Stand 31.08.2017)

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Essen als Gemeinschaftsprojekt: Allein essen macht krank

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Unser stressiges Leben lässt Essen und den Genuss desselben immer weiter in den Hintergrund rücken. Was früher täglich gemeinsam mit der Familie zelebriert wurde, ist heute ein notwendiges Übel, das nebenher mit Nahrung vom Lieferdienst erledigt wird. Neben Slow Food, der Rückkehr wertschätzenden Essens, ist auch das Essen in Gemeinschaft ein Schritt in die andere Richtung.

Allein essen ist problematisch


Die Studienlage ist diesbezüglich relativ eindeutig: Wer viel alleine isst, hat ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht und weitere Stoffwechselprobleme, die alle mit schlechter Ernährung in Zusammenhang gebracht werden. Wer allein isst, isst in der Regel schneller und neigt dazu, parallel etwas anderes zu tun, zum Beispiel Fernsehen, Emails lesen oder anderes Multitasking. Dabei verliert man die Beziehung zum Essen. Auch das normale Sättigungsgefühl wird dabei oft ignoriert, weil die Konzentration auf ganz andere Dinge fokussiert ist.
Um drohendes Übergewicht erkennen zu können, hilft es, seinen BMI berechnen zu lassen. Anhand dieses Richtwertes kann man sehen, ob man zu viel auf den Rippen hat. Dabei ist auf die leicht unterschiedlichen Grenzwerte für Männer und Frauen sowie die sich mit dem Alter verschiebenden Empfehlungen zu achten.

Wertschätzende Ernährung als Gegenentwurf


Um überschüssiges Körperfett wieder loszuwerden, helfen dauerhaft keine Diäten oder schnellen Ernährungsumstellungen. Stattdessen empfehlen Experten, sich bewusster und wertschätzend zu ernähren. Wer den Genuss am Essen wiederentdeckt und seinen Mahlzeiten die Zeit einräumt, die ihnen gebührt, hat es wesentlich leichter, sich ausgewogen zu ernähren und ein natürliches Sättigungsgefühl wiederzugewinnen. Dieses ist der Schlüssel: Der Körper sendet Signale, auf die zu hören wir wieder lernen sollten.
Dabei hilft auch, in Gemeinschaft zu essen – und dann auch nur ausschließlich zu essen, ohne parallele Berieselung durch Medien. Auch für Singles ist dies machbar, wenn sie sich regelmäßig mit Freunden verabreden, um gemeinsam gesund zu kochen und zu speisen. In diesem Fall fällt es Menschen übrigens auch leichter, mehr Geld für hochwertige und frische Lebensmittel auszugeben und sich Zeit bei der Zubereitung zu lassen – alles weitere Faktoren für eine gesunde Ernährung. Dabei bedeutet “Qualität” oft etwas anderes als einheitliche Supermarktware: Auch krummes Obst und Gemüse verdient unsere Wertschätzung und steht in Vitaminpower seinen geraden Kollegen in nichts nach.

Feste Rituale


Wer Probleme hat, regelmäßige Zeiten einzuhalten oder in der Familie unterschiedliche Zeitpläne zur Deckung zu bringen, um gemeinsame Mahlzeiten einzunehmen, muss nicht verzweifeln. Dies ist eine Frage von Gewohnheit und Gelegenheit und kann eine Weile dauern, ehe langfristig funktionierende Lösungen gefunden werden. Besonders wichtig sind diese für Familien mit kleinen Kindern: Wer früh lernt, dass man sich gemeinsam zum Essen Zeit nimmt und dieses bewusst und langsam genießt, hat auch später weniger Schwierigkeiten, wertschätzend zu essen.

Verdauungsprobleme durch zu schnelles essen


Wer zu schnell große Portionen fettigen Essens verspeist, hat nicht nur langfristig, sondern oftmals auch kurzfristig einige Beschwerden: Völlegefühl, Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Blähungen können sich einstellen. Auch gewöhnt sich der Magen an Überfüllung und dehnt sich stärker. Als erste Hilfe empfehlen wir Apfelessig gegen Sodbrennen, aber genauso wichtig ist es, diese Angewohnheiten Stück für Stück zu ändern und Fastfood durch Slow Food zu ersetzen.

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Fensterglas – welches ist das richtige?

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Beim Glas für die Fenster ist die Auswahl sehr viel größer als sie Laien auf den ersten Blick erscheint. Dass eine Mehrfachverglasung einen guten Wärmeschutz bietet, weiß inzwischen fast jeder. Weniger bekannt sind jedoch die vielen Verglasungen mit besonderen Eigenschaften. Im Folgenden deshalb ein Überblick über die verschiedenen Glasarten, die sich zum Teil auch miteinander kombinieren lassen. So kann zum Beispiel eine Mehrfachverglasung mit guten isolierenden Eigenschaften gleichzeitig einbruchhemmend sein.

Einfachglas

Eine Einfachverglasung findet sich inzwischen nur noch dort, wo eine Wärmedämmung keine Rolle spielt. Sie lässt die Wärme fast ungehindert entweichen und ist deshalb für Wohngebäude nicht mehr zugelassen. Gut geeignet ist sie dagegen für ein Gartenhaus, das nur in den Sommermonaten genutzt wird. Eine einfache Verglasung lässt viel Licht in die Laube strömen. Zudem wird der Innenraum bei Sonnenschein schnell warm, sodass Sie bei entsprechendem Wetter schon früh im Jahr wieder in Ihrem Gartenhaus sitzen können. Ein weiterer Vorteil ist der äußerst günstige Preis.

Doppel-, Dreifach- und Vierfachverglasungen

Eine sehr viel bessere Wärmedämmung als eine Einfachverglasung bietet eine Doppel-, Dreifach- oder Vierfachverglasung, die – wie der Name schon sagt – aus zwei, drei beziehungsweise vier Scheiben besteht. Zwischen den einzelnen Scheiben befindet sich in der Regel eine Füllung aus einem Edelgas, bei dem es sich meist um Argon oder Krypton handelt. Es verstärkt die Isolierung nochmals.

 

Schallschutzglas

Im Hinblick auf den Schallschutz stellen die Fenster eine Schwachstelle dar, denn Lärm dringt vor allem durch die Fensterscheiben in ein Gebäude. In der Nähe von Flughäfen, Bahngleisen, Industriegebieten, Autobahnen und anderen Lärmquellen bietet es sich daher an, durch eine Schallschutzverglasung für mehr Ruhe in den Innenräumen zu sorgen.

Solch eine Verglasung besteht aus mehreren Scheiben, die verschiedene Dicken haben und in unterschiedlichen Abständen angebracht sind. Durch diesen asymmetrischen Aufbau werden die Schallwellen gebrochen und eine Weiterleitung des Lärms an die Innenräume unterbunden. Hierbei gilt, dass der Schallschutz umso höher ist, je dicker die Scheiben und je größer die Abstände sind. Einen zusätzlichen Effekt haben eine Füllung aus Edelgas und eine spezielle Folie.

Eine gute Orientierung beim Kauf von Schallschutzfenstern bietet die Einteilung in Schallschutzklassen. Nach der DIN 4109 unterteilt man Schallschutzfenster in die Klassen 1 bis 6. Fenster der Klasse 6 bieten den höchsten Schallschutz.

Quelle: Fenster Hannover – Holzkämpfer Bauelemente

 

Sonnenschutzglas

Große Fensterflächen sind inzwischen sehr beliebt, denn durch sie entstehen lichtdurchflutete Räume, die entsprechend großzügig wirken. An heißen Sommertagen kann es in Zimmern mit großen Fenstern jedoch schnell zu heiß werden. Gleiches gilt für hohe Gebäude wie die Büro- und Verwaltungsgebäude mit zahlreichen Fenstern sowie die Fenster auf ausgebauten Dachböden. Lässt sich ein Hitzeschutz nicht durch andere Maßnahmen wie zum Beispiel das Herunterlassen der Rollläden sicherstellen, ist eine Sonnenschutzverglasung eine gute Lösung.

Sie absorbiert oder reflektiert die Sonnenstrahlen und hält dadurch die Räume auf einer angenehmen Temperatur. Absorbierendes Sonnenschutzglas enthält spezielle Farbstoffe wie zum Beispiel Eisenoxid. Reflektierendes Sonnenschutzglas ist dagegen beschichtet. Diese fast unsichtbare Beschichtung kann auf der Außenseite aufgetragen werden. Dort hat sie den größten Effekt, führt allerdings auch dazu, dass das Glas spiegelt. Diese Spiegelung tritt bei einer Beschichtung auf der Innenseite kaum oder gar nicht auf.

Sowohl absorbierendes als auch reflektierendes Sonnenschutzglas hat eine geringere Lichtdurchlässigkeit als herkömmliches Glas. Beide Varianten lassen aber dennoch ausreichend Tageslicht in die Räume strömen.

 

Intelligentes Glas

Intelligentes Glas verwandelt sich auf Knopfdruck oder auch von allein von einem Klarglas zum Beispiel in ein Milchglas, das Personen außerhalb des Gebäudes den Blick in die Räume verwehrt. Diese Zusatzfunktion lässt sich durch verschiedene Techniken realisieren, deshalb unterscheidet man zwischen dem elektrochromen Glas, dem thermochromen Glas und dem LC-Glas. Beim elektrochromen Glas und beim LC-Glas verändert sich die Lichtdurchlässigkeit durch das Anlegen einer geringen elektrischen Spannung. Das thermochrome Glas reagiert dagegen auf Wärme, die zumeist durch Sonneneinstrahlung entsteht. Es färbt sich von allein ein und wird automatisch wieder klar, wenn die Wärme nachlässt.

 

Selbstreinigendes Glas

Eine selbstreinigende Verglasung ist nicht nur für große Gebäude attraktiv, in denen sich die Fenster nicht komplett öffnen lassen. Auch die meisten privaten Hausbesitzer verzichten gern auf das regelmäßige Putzen der Fenster und vor allem der Glasflächen, die nur schwerlich zu erreichen sind. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Glasdach einer Terrasse, das sich von oben kaum reinigen lässt.

Beim selbstreinigenden Glas macht eine spezielle Beschichtung die Glasoberfläche fotokatalytisch und hydrophil. Fotokatalytisch bedeutet, dass die UV-Strahlen der Sonne alle organischen Verschmutzungen zersetzen. Der Begriff hydrophil besagt, dass sich Feuchtigkeit, bei Fenstern also vor allem das Regenwasser, gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche verteilt. Nachdem die Verschmutzungen zersetzt wurden, fehlt daher nur noch ein Regenschauer, damit die Scheiben wieder sauber sind.

 

Brandschutzglas

Durch eine Verglasung aus Brandschutzglas lässt sich die Ausbreitung eines Feuers eindämmen. Dieses Glas ist zwischen den einzelnen Scheiben mit einer Brandschutzschicht versehen. Sie schäumt auf, wenn durch die Hitze des Feuers eine Scheibe zerbricht. In diesem Zustand hat sie einen isolierenden Effekt, sodass weniger Hitze durch die noch vorhandenen Scheiben dringt. Dadurch verhindert sie, dass empfindliche Materialien auf der anderen Seite der Scheibe allein durch die Hitze in Brand geraten. Gleichzeitig setzt sie eine gewisse Menge Wasser frei und sorgt dadurch für eine leichte Abkühlung.

Brandschutzglas wird in die Klassen F30 feuerhemmend, F60 hochfeuerhemmend sowie F90 und F120 feuerbeständig unterteilt. Die Zahl steht jeweils für die Anzahl Minuten, die das Glas einem Feuer und allen damit verbundenen Einflüssen wie Hitze oder Rauch standhält.

 

Sicherheitsglas

Herkömmliches Glas zerspringt bei einem Bruch in Scherben mit scharfen Kanten, die Verletzungen verursachen können. Möchten Sie dieses Risiko minimieren, können Sie sich für Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG) entscheiden. Einscheibensicherheitsglas zerfällt beim Zerspringen in kleine Bruchstücke, die keine scharfen Kanten haben. Noch mehr Sicherheit bietet das Verbundsicherheitsglas, das aus mehreren Glasscheiben besteht. Zwischen diesen Scheiben befindet sich eine reißfeste Folie, an der die Scherben bei einem Bruch haften bleiben. Verbundsicherheitsglas erhöht daher auch den Schutz vor Einbrechern, denn es verhindert, dass Kriminelle durch eine zerschlagene Scheibe hindurchgreifen, um ein Fenster von der Innenseite zu entriegeln.

 

Einbruchhemmendes Fensterglas

Einen noch besseren Schutz vor Einbrechern bietet eine einbruchhemmende Verglasung. Sie wird gemäß der DIN EN 356 mit Kürzeln wie P4A gekennzeichnet. Hinter diesem Kürzel verbergen sich zahlreiche Kriterien, daher lassen Sie sich bei der Auswahl einer einbruchhemmenden Verglasung am besten von einem Fachmann beraten. Für privat genutzte Gebäude werden jedoch meist P4A- oder P5A-Verglasungen genutzt. Durch sie entstehen in Kombination mit den geeigneten Rahmen und Beschlägen einbruchhemmende Fenster in den Widerstandsklassen RC2N beziehungsweise RC3.

 

Vogelschutzglas

Vögel erkennen herkömmliche Glasscheiben nicht und kommen beim Aufprall auf Glas oft zu Tode. Um dies zu verhindern, gibt es das Vogelschutzglas, das mit einer speziellen Beschichtung versehen ist. Sie reflektiert UV-Licht, das für Vögel sichtbar, für Menschen jedoch unsichtbar ist. Scheiben aus Vogelschutzglas sehen für uns Menschen daher genauso aus wie jedes andere Glas, sind jedoch ein guter Beitrag zum Naturschutz. Sie bieten sich neben öffentlichen Bereichen vor allem für Fensterflächen an, bei denen es in der Vergangenheit schon häufiger zu einem sogenannten Vogelschlag gekommen ist. Schuld sind nicht selten Bäume und Sträucher, die sich in den Scheiben spiegeln, oder eine Spiegelung des Himmels.

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Allgemein

Tipps für die eigene Hobbywerkstatt

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Viele Heimwerker träumen von der eigenen Hobbywerkstatt. Mit allen nötigen Tools ausgerüstet lässt sich so das Eigenheim in Schuss halten, Möbel reparieren, Fahrräder warten und sogar der Innenausbau von Räumen realisieren. Hierzu sind lediglich ein gewisses handwerkliches Geschick sowie Werkzeuge und Maschinen nötig. Eine gut ausgestattete Hobbywerkstatt ist also nicht nur Träumerei, sondern durchaus sinnvoll. Einige interessante Punkte im Kontext der Hobbywerkstatt werden im Folgenden etwas genauer betrachtet.

Die Wahl der Räumlichkeiten

Noch bevor es um die Frage geht, welche Säbelsäge mit Akku es denn sein soll oder ob der Bosch Drehschlagschrauber eine gute Alternative ist, gilt es eine Antwort darauf zu finden, wo die Hobbywerkstatt genau realisiert werden kann. Diese sollte dann selbstverständlich ausreichend Platz bieten, um die genannten Werkzeuge und Maschinen als auch alles Weitere für den Heimwerker Wichtige fassen zu können. Darüber hinaus gilt es diese Werkstatt ebenfalls, als eine Art Rückzugsort zu sehen, an dem der Heimwerker seinen Ideen freien Lauf lassen kann und an dem es ihm möglich ist, auf die vielfältigen Herausforderungen, die sich ihm stellen können, neue Lösungen zu finden. Insofern spielt die Qualität der Räumlichkeit ebenso eine große Rolle wie die Wahl der Werkzeuge selbst.

Bevorzugt werden üblicherweise Räume, die sich im Keller oder im Dachboden befinden. Allerdings bieten sich ebenso die Garage oder das Gartenhaus an. An allen Orten sollte jedoch sichergestellt sein, dass es zum einen eine zuverlässige Stromversorgung gibt und zum anderen eine Wasserversorgung. Ebenfalls ist es wichtig, darauf zu achten, dass ausreichend Platz für Hängeschränke, Werkbank, Schränke und Regale ist. Wer sich viel in der Hobbywerkstatt aufhalten wird, darf sich zudem mit dem Gedanken auseinandersetzen, wie diese in der kalten Jahreszeit beheizt wird. Das ist nicht nur für den Heimwerker an sich wichtig, sondern ebenfalls für die Werkzeuge, die sich in der Hobbywerkstatt befinden. Schließlich sollte der Raum trocken sein, sodass vermieden wird, dass sich an diesen Rost ansetzt.

Interessante Aspekte bei der Ortswahl

Bei der Auswahl des Ortes für die eigene Werkstatt gibt es noch ein paar Tipps, die bei der Entscheidung helfen sollen:

Wie viel Platz wird für die Hobbywerkstatt tatsächlich benötigt?

Hier ist zu beachten, dass selbst eine kleine Werkbank mindestens 1,5 Meter auf 0,8 Meter misst. Hinzu kommen die Maße für Schränke sowie Hängeregale und Weiteres. Ebenso ist der Platzbedarf für Maschinen und das Werkzeug zu beachten. Im Schnitt sollte die Mindestgröße einer eigenen Werkstatt bei mindestens 12 Quadratmetern liegen. Bei der Einrichtung selbst hat der Hobbyheimwerker selbstverständlich absolut freie Hand. So gibt es in der Zwischenzeit moderne Komplettsets, die sich zur Einrichtung der Werkstatt ebenso anbieten wie separate Werkbank, Werkstattwagen, Werkzeugwand, diverse Regale und selbstverständlich Schränke.

Der Blick auf das Werkzeug

Neben der hier erwähnten Säbelsäge mit Akku oder dem Bosch Drehschlagschrauber braucht es selbstverständlich auch eine Auswahl an Grundwerkzeugen, die in jeder Werkstatt vorhanden sein sollten. Hierzu zählen etwa Hammer, ein Satz Innensechskantschlüssel, ein Satz Schraubendreher, Wasserwaage, Schraubzwinge, Schraubstock, Satz Innensechskantschlüssel, Teppichmesser, Akkuschrauber mit Bitsatz, Stifte zum Markieren, Kombizange sowie Seitenschneider, ein Satz Ringschlüssel und zum Aufräumen selbstverständlich Schaufel und Handfeger. Je nach Bedarf lässt sich diese Auswahl selbstverständlich mit allerlei weiteren Werkzeugen und Maschinen ausbauen. Hierzu zählen etwa Tischkreissäge, Tischbohrmaschine, diverse Malerwerkzeuge, Handkreissäge und vieles mehr. Auf keinen Fall fehlen darf die persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Arbeitshandschuhen, Schutzbrille und Gehörschutz.

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