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Gesundheitstipps

Gibt es natürliche Potenzmittel ?

Ein “heikles” Thema, aber es betrifft wohl mehr “Männer” als man im allgemeinen vermuten darf. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema “natürliche Potenzmittel”.

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Natürliche Potenzmittel: Aberglaube und Realität

Erektile Dysfunktion oder generelle Unlust bei Männern und Frauen sind bei Weitem keine Probleme, die erst in unserer heutigen, modernen Zeit plötzlich aufgetaucht sind, ganz im Gegenteil. Bereits vor Tausenden von Jahren waren diese Probleme den Schamanen, Medizinmännern und Kräuterkundigen bekannt. Ebenso lange werden auch Lösungspraktiken für diese Probleme angewandt. Oftmals sind diese Lösungsansätze natürlich aus heutiger Sicht etwas skurril. Wenn etwa mit Blutopfern oder dem rituellen Verzehr bestimmter Organe oder Extremitäten von Tieren versucht wurde, die “Macht” des Mannes zu regenerieren oder zu wecken. Auch Gebetszeremonien und Räucherungen gehörten insbesondere bei Nomaden und Naturvölkern zur gängigen Behandlung. Hierbei sollten vor allem böse Geister oder Götter von ihrem schadhaften Tun abgebracht werden.

Bis heute halten sich insbesondere in Asien uralte und traditionelle Hausmittel, sogenannte “Aphrodisiaka” (abgeleitet von der griechischen Göttin der Liebe, Aphrodite) als beliebte Heilmethoden in der Bevölkerung. Die Auswahl an derartigen “Heilmitteln” ist dabei ebenso vielfältig wie umstritten. Präparierte Penisse diverser Tiere, darunter Tiger, Bär oder verschiedene Affenarten gelten als hochwirksame Potenzmittel. Ebenso wie die Hörner von Nashörnern oder im ganzen eingelegte Giftschlangen. Natürlich ist das aus medizinischer Sicht völliger Unsinn, aber das Geschäft mit den Körperteilen der teilweise bedrohten Tierarten boomt gewaltig. Bis zu 850 US-Dollar kann man schon einmal für einen Tigerpenis hinblättern. Da sind selbstverständlich Wilderer und Schwarzmarktbroker nicht weit.

Vom Mittelalter bis in die Anfangszeit des 20. Jahrhunderts gab es auch in Europa ein reges Geschäft mit der Manneskraft. Fahrende Bader und sogenannte “Schlangenölhändler” zogen umher, und verkauften dem gutgläubigen Mann mit entsprechendem Budget diverse “magnetische Säfte”, “Wundertinkturen” oder Halbedelsteine wie Rosenquarz und Achat als wirksames Hilfsmittel gegen Impotenz. Auch dies war selbstverständlich blanke Scharlatanerie, welche oft sogar gesundheitsschädlich war und nichts bewirkte. Vom wachsenden Vermögen des Verkäufers einmal abgesehen.

Halbwahrheiten und Irrglaube endeten jedoch nicht mit der industriellen Revolution. Bis in die heutige Zeit werden Stoffe wie Bufotenin, Stechapfel und selbst Amphetamine als leistungssteigernde Potenzmittel angepriesen. Dies kann jedoch gefährliche Konsequenzen haben: Schwere gesundheitliche Schäden, Abhängigkeit und sogar Todesfälle durch Überdosierung dieser giftigen Substanzen können die Folge von Gutgläubigkeit und mangelnder Aufklärung sein.

Ein geläufiges Beispiel ist die sogenannte “Spanische Fliege“. Dieses unscheinbare Insekt aus der Familie der Ölkäfer wird auch heute noch auf diversen Internetplattformen als Creme oder zermahlen als Pulver angeboten. Das starke Reizgift Cantharidin, welches darin enthalten ist, kann beim Auftragen auf den Körper üble Hautreizungen und Necrosen (Fäulnis) verursachen und bei oraler Einnahme sogar zu schwerem Nierenversagen bis hin zum Tod führen!

 

Echte Medizin

Die alten Heilmethoden fußen nicht nur auf Aberglauben und Legenden. So ist zum Beispiel die faszinierende multiple Heilwirkung von Ginseng in China und Korea seit Jahrtausenden bekannt. Diese schwer zu kultivierende Pflanze ist ein effektives Abwehrmittel gegen Stress und Krankheit. Die immunmodulatorische Wirkung der Pflanze schützt im Besonderen vor stressbedingten Infektionen wie verschiedenen Formen der Influenza. Darüber hinaus stärkt ein Sud aus Ginsengwurzel die Abwehrkräfte des Körpers und verbessert Konzentration und Gedächtnisleistung. Eine 2010 durchgeführte medizinische Studie belegte, dass die Inhaltsstoffe von rotem Ginseng die Bildung von körpereigenem Stickstoffmonoxid fördert. Dieser Stoff wird durch das Enzym cGMP vom Körper gebildet um die Blutgefäße im Intimbereich zu erweitern, und die Durchblutung damit anzuregen. Somit wirkt Ginseng durch seine belebende und vitalisierende Kraft nicht nur aphrodisierend, sondern trägt tatsächlich medizinisch erwiesen zur Potenzsteigerung bei.

Die vor allem in Kürbiskernen, gerösteten Erdnüssen und Walnüssen vorkommende, semi-essenzielle Aminosäure L-Arginin bewirkt im Körper ebenfalls eine Steigerung der NO-Werte. Sie hat damit, ebenso wie Ginseng, eine durchblutungsfördernde und potenzsteigernde Wirkung. Man sollte diese kleinen Knabbereien also getrost in seinen Speiseplan aufnehmen und zu den gemütlichen Kuschel-Abenden als Snack anstelle von Chips parat haben. In Verbindung mit dem Extrakt der Pinienrinde soll die gefäßerweiternde Wirkung von L-Arginin noch effektiver sein, da die Stoffe der Pinienrinde Teile des überwiegend proteingebundenen L-Arginins in freies L-Arginin umwandeln. Die oben genannten Samen und Nüsse enthalten ausreichende Mengen der Aminosäure. Es besteht von daher keine Notwendigkeit, L-Argininpräparate aus der Apotheke zu kaufen.

Der vorwiegend in Südamerika beheimatete und von den Indios als “Muira Puama” (Kraftbaum oder Potenzbaum) bezeichnete Ptychopetalum Olacoides gilt als natürliches Aphrodisiakum. Der Export dieses Baumes nach Europa und die Verarbeitung der Wurzeln und des Holzes in Tee und Sud zur Steigerung der Manneskraft, haben bereits über 100 Jahre Tradition. Zwar verfügt der Baum allein nicht über medizinisch erwiesene potenzfördernde Eigenschaften wie Ginseng, ist am Ende aber auch nicht schädlich. Eine 1994 durchgeführte Studie kam sogar zu positiven Ergebnissen. Mehrere Probanden gaben an, dass der Sud in Verbindung mit rotem Ginseng die Dauer der Erektion und die Vitalität beim Liebesakt, im Gegensatz zum Ginseng allein, verlängerte.

Der im Kongo und Kamerun vorkommende Yohimbebaum stellt ebenfalls ein medizinisch wirksames Potenzmittel dar. Sein Extrakt wird zum Medikament Yohimbin verarbeitet und beeinflusst ebenfalls den Blutdruckhaushalt des Körpers. Dieser Effekt wirkt sich ebenfalls auf die Durchblutung der Genitalien aus und die sehr stimulierende, beinahe aufputschende Wirkung des Extraktes, aber auch der zerkleinerten Rinde als Tee aufgekocht, soll sich spürbar positiv auf die Libido sowohl des Mannes, als auch der Frau auswirken. Leider hat Yohimbin, ebenso wie der natürliche Sud dieser Pflanze etliche unangenehme Nebenwirkungen. Darunter Zittern, Unruhe, Herzrasen, Schlafstörungen, nachhaltige Blutdruckstörungen sowie Übelkeit und starker Speichelfluss. Auch eine Kombination mit Koffein sollte vermieden werden, da dieses die aufputschende Wirkung noch vervielfachen kann. Aufgrund dieser Nebenwirkungen und der nicht hinreichend Belegten positiven Wirkung hat die selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte alle pharmazeutischen Präparate mit Yohimbeextrakt vom Markt nehmen lassen. Die zerkleinerte Rinde des Yohimbebaumes ist jedoch nach wie vor über das Internet oder den Fachhandel erhältlich und erfreut sich in der alternativen Medizin einer gewissen Beliebtheit als natürliches Potenzmittel.

 

Fazit

Besonders im Bereich der so vielversprechenden Potenzmittel ist auch in der heutigen Zeit viel Platz für gefährliches Halbwissen, Scharlatanerie und Geldmacherei. Es gibt etliche natürliche Aphrodisiaka und Potenzmittel, welche allesamt eine nachweisbare, potenzfördernde Wirkung haben. Viele dieser Pflanzen und Pflanzenextrakte stellen durchaus eine sinnvolle und akzeptable Alternative zu konventionellen, pharmazeutischen Potenzmitteln dar. Doch auch hier ist “Bio” und “rein pflanzlich” natürlich kein uneingeschränktes Synonym für “ungefährlich”. Etliche der unzähligen pflanzlichen Potenzmittel haben ebenso Nebenwirkungen wie die synthetischen. Legenden, Gerüchte und Desinformation geistern durch die Foren und Magazine, welche sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Deshalb liegt es vor allem in der Hand des interessierten Verbrauchers, sich umfassend über ein Produkt oder eine Pflanze zu informieren, mehrere Quellen zurate zu ziehen und auch mit dem behandelnden Arzt über das Vorhaben zu sprechen.

Die Verantwortung für die eigene Gesundheit liegt in der Hand von einem Selbst und man sollte sich stets absichern und einen Arzt um Rat bitten, egal um welche Art von Potenzmittel es sich am ende handelt.

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Gesundheitstipps

Endlich erholt – Tipps für besseren Schlaf

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Zahlreiche Menschen in Deutschland quälen sich nach einem schlechten Schlaf durch den Tag. Immer größere Zielgruppen sehen sich direkt mit akuten Schlafproblemen konfrontiert. Doch wie ist es möglich, endlich wieder zu guter Erholung zu finden? Die besten Tipps rund um dieses Thema sehen wir uns hier in diesem Artikel an.

Abendliche Routinen kreieren

Als Kinder sind wir sehr bedacht darauf, dass wir Tag für Tag die gleichen Routinen erfahren. Eltern wissen darum, wie wichtig es ist, die einzelnen Schritte bis zum Schlafengehen so konstant wie möglich zu halten. Auch als Erwachsene profitieren wir von jenen Routinen, sofern wir sie wieder in unseren Alltag integrieren.

Hierbei muss es sich nicht zwingend um lange Rituale handeln, die große Teile des Abends in Anspruch nehmen. Stattdessen reicht es aus, jeden Abend noch ein paar Seiten in einem guten Buch zu lesen. Für andere ist es vielleicht das entspannte Musikhören, das den gleichen Effekt erzielen kann. All dies stimmt uns letztlich darauf ein, in einen geruhsamen und gesunden Schlaf zu finden.

Komfortable Schlafsituation schaffen

Auch die “Hardware”, mit der wir uns im Schlaf umgeben, hat einen großen Einfluss auf die Qualität unserer Erholung. Zum einen bietet es sich an, die individuelle Disposition genau in den Kauf einzubeziehen. Auch eine hochwertige Naturlatex Matratze kann ihrem Zweck nur dann optimal gerecht werden, wenn sie den richtigen Härtegrad besitzt.

Auch die Investition in ein hochwertiges Kopfkissen macht sich bezahlt. Zum einen ist es auf diese Weise möglich, zu einer gesunden Haltung zu finden. In Anbetracht der vielen Zeit, die wir schlafend verbringen, ist der Mehrwert einer solchen Anschaffung nicht zu verkennen. Auf der anderen Seite gibt es mit Angeboten wie dem Latex Kopfkissen inzwischen passende Alternativen, die selbst für Allergiker geeignet sind. Ein Grund mehr, die verfügbaren Möglichkeiten genau zu sondieren.

Ein Schlafzimmer für die Erholung

Auch mental sollte es uns möglich sein, uns beim Betreten des Schlafzimmers ganz auf das Ziel der nächtlichen Erholung auszurichten. Experten raten deshalb, dieses Zimmer auf keinen Fall für andere Zwecke zu nutzen. Das Homeoffice hat dort ebenso wenig zu suchen, wie ein zusätzlicher Fernseher. Wem die Qualität seines Schlafes wichtig ist, der legt den Fokus voll und ganz auf das Bett, welches vielleicht noch durch einen Kleiderschrank ergänzt wird.

Keine Bildschirme im Bett

Die Forschung konnte in den letzten Jahren zeigen, wie sehr uns schon etwas Licht von einem gesunden Schlaf abhalten kann. Besonders das bläuliche Licht, wie es von all unseren technischen Geräten ausgeht, stellt für den Schlaf eine große Gefahr dar. Deshalb lohnt es sich, diese Geräte mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen endgültig aus der Hand zu legen. Alternativ gibt es kostenlose Apps, welche die bläulichen Anteile aus dem Licht filtern können.

Feste Zeiten angewöhnen

Je stabiler unser Schlaf in den Ablauf unserer Tage eingeordnet ist, desto leichter können wir dieses Ziel verfolgen. Experten raten deshalb, sich für möglichst feste Zeiten zu entscheiden. Wer unter der Woche um 7 Uhr aufsteht, sollte dies am Wochenende nicht plötzlich bis in den Vormittag verschieben. Ansonsten setzen wir unsere innere Uhr einer zusätzlichen Belastung aus. Was gerade in jungen Jahren für einige Zeit gut gehen kann, wird auf Dauer doch negative Konsequenzen mit sich bringen. Mit etwas Planung lassen sich diese aber sehr gut vermeiden.

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Gesundheitstipps

Frühjahrsmüdigkeit adé!

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Seit einigen Wochen ist das Wetter nun langsam in Frühlingslaune und damit verbunden steigen auch wieder die Aktivitäten im Freien. Problematisch ist allerdings das ein Großteil der Menschen im Moment an der Frühjahrsmüdigkeit leiden. Dieses Phänomen kommt jedes Jahr und verschwindet jedoch nach einigen Wochen wieder von alleine. Ein Hauptgrund liegt in der Umstellung von der Winterzeit auf die Sommerzeit.

 

Warum sind wir im Frühjahr müde?

Im Frühjahr muss der Körper sich wieder an einen neuen Rhythmus gewöhnen. Aber auch unsere Hormone, insbesondere Serotonin und Melatonin, müssen sich jetzt wieder umstellen und das geht auf die körperliche Substanz: Da wir mehr draußen sind, es länger hell ist und man dadurch wieder länger wach ist, produziert der Körper mehr Serotonin. Zudem schläft der Mensch nun auch wieder weniger da er einfach länger auf bleibt, am nächsten Tag aber wieder genauso früh aufstehen muss. Gehemmt wird auf der anderen Seite die Produktion von Melatonin. Mithilfe von Melatonin steuert der Körper seinen Schlaf- Wachrhythmus und er kommt in dieser Zeit ein wenig durcheinander.

 

Vitamine & co: So unterstützen Sie den Körper

Es gibt jedoch einige Optionen wie man seinen Körper unterstützen kann um diese Phase schneller zu beenden. Ein Punkt betrifft die Ernährung: Hier sollten ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe gegessen werden. Diese finden sich in Obst, Gemüse aber auch in Vollkornprodukten und Getreidemischungen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt liegt in der Bewegung. Täglich eine Stunde an der frischen Luft spazieren gehen. Dabei sollte nicht unbedingt gebummelt werden, sondern es sollte eher ein flottes Tempo eingeschlagen werden um das Herz – Kreislaufsystem zusätzlich anzuregen und den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Besonders gut ist es wenn die Sonne scheint, da dann vermehrt Serotonin gebildet wird und dieses Hormon auch einen wesentlichen Einfluss auf die menschliche Euphorie besitzt. Gegen Glücksgefühle sollte ja niemand etwas haben! Wenn man allerdings sehr müde ist und in der Mittagszeit die Möglichkeit hat, sich für ca. 30 Minuten hinlegen und ausruhen, sollte dies auch gemacht werden. Hier kann der Körper kurz zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen.

Mit Fasten- und Entschlackungskuren der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf ansagen

Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl an Menschen die sich gezielt auf das Frühjahr vorbereiten indem sie spezielle Fasten- und Entschlackungskuren durchführen. Hier kann man mittlerweile auch auf  sehr gute Fertigprodukte zurückgreifen.

Eine der bekanntesten Fastenformen ist das Fasten nach dem Arzt Otto Buchinger. Bei dieser Trinkkur nimmt man nur Flüssignahrung in Form von Wasser, Tee, Brühe, Obst- und Gemüsesäften zu sich. Der Tee kann wahlweise mit ein wenig Honig gesüßt werden, jedoch dürfen 500 Kilokalorien pro Tag nicht überschritten werden, da ansonsten der Stoffwechsel wieder in seinen normalen Trott kommt. Insgesamt sollte eine Flüssigmenge von 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich genommen werden.

Zu Beginn der Fastenzeit kann man Hungergefühle, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Kreislaufprobleme bekommen. Die Ursache dafür ist, dass sich der Stoffwechsel erst einmal einpendeln muss und das sich Stoffwechselprodukte erst einmal aus dem Bindegewebe lösen, die den Körper belasten. Dies dauert einige Tage – bei einigen Menschen geht es schneller, bei anderen kann es länger dauern. Hat man diese Zeit erst einmal überstanden, fühlt man sich fitter und gesünder. Zudem wird in der Fasten Zeit auch vermehrt Serotonin vom Körper gebildet was viele Menschen euphorisch macht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass man nebenbei einige Kilos verliert und seine Gedächtnisleistung steigt und man sich insgesamt auch Leistungsfähiger fühlt. Dies kann insbesondere im Frühjahr der nahenden Frühjahrsmüdigkeit den Kampf anzusagen.

 

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Allgemein

So finden Sie die richtige Krankenkasse in der Schweiz

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Auswandern liegt voll im Trend! 2017 sind 1.134.641 Personen (Quelle: Statista) aus Deutschland ausgewandert. Beliebte Ziele sind dabei die USA, Türkei, Schweiz, Großbritannien, Österreich und Frankreich. Die Liste an Dingen, die man bei einer Auswanderung beachten muss, ist lang. Ein ganz wichtiger Punkt, der im Vorfeld gut recherchiert und abgeklärt werden muss, ist die Krankenversicherung. Jedes Land hat ein vollkommen anderes Krankenversicherungssystem, welches für jemanden aus Deutschland erst einmal ungewöhnlich ist.

Ist die Entscheidung für einen Umzug in die Schweiz gefallen und der Hauptwohnsitz dort angemeldet wird, ist man gleichzeitig auch verpflichtet eine Schweizer Krankenversicherung abzuschließen. Nun haben Sie drei Monate Zeit um sich eine passende Versicherung zu suchen. Lässt man diese Frist jedoch verstreichen, bekommen Sie eine Versicherung von der zuständigen Behörde aus ihrem Kanton zugewiesen. Ansonsten ist die Wahl der Krankenkasse frei. Es gibt ähnlich wie in Deutschland verschiedene Anbieter, mit dem Unterschied, dass diese nur eine Grundversicherung anbieten. Um die richtige Krankenversicherung für sich und seine Familie zu finden, gibt es auch im Internet verschiedene Portale, die einen Schweizer Krankenkassen-Vergleich anbieten. Auch wenn die Leistungen ziemlich identisch sind, so können sich die Versicherungsprämien, die Rückzahlungszeit und das Abrechnungssystem unterscheiden. Ein Vergleich im Vorfeld ist daher immer sinnvoll!

 

Schweizer Grundversicherung

Zu beachten ist, dass die Grundversicherung jedoch Pflicht ist. Die Leistungen in der Grundversicherung, entsprechen auch den deutschen Standards. Im Gegensatz zu Deutschland muss der Schweizer jedoch einen Eigenanteil von 10% und von seinen Behandlungen selbst tragen. Die Selbstbeteiligung an den Arztkosten wird einmal über die 10% geregelt und über die sogenannte Franchise, die bei Abschluss einer Versicherung festgelegt wird. Diese liegt zwischen 300 – 2500 Schweizer Franken. Zudem entfällt in der Schweiz der Arbeitgeberanteil. Die Kosten für die Krankenkasse trägt man komplett selbst!
Ein weiterer wichtiger Punkt, auf den man im Falle des Arztbesuches achten sollte, ist, dass die ärztlichen Behandlungen/Leistungen, in dem Kanton erbracht werden müssen, in dem Sie auch wohnen. Ansonsten kann es passieren, dass die kompletten Kosten für die Behandlungen selbst getragen werden müssen. Ausnahmen bilden hier natürlich Notfälle.

 

Zusatzversicherung gibt es auch in der Schweiz

Die Leistungen der Grundversicherung sind wie bereits erwähnt, qualitativ sehr hoch. Trotzdem sollte man sich auch einige Zusatzversicherungen zulegen, wie beispielsweise eine Zahnzusatzversicherung. In der Grundversicherung sind nur Erkrankungen des Kausystems enthalten und die zahnärztliche Versorgung im Falle eines Unfalls. Andere Behandlungen beim Zahnarzt müssen hingegen komplett selbst gezahlt werden. Problematisch ist im Fall von Zahnzusatzversicherungen allerdings, dass die Versicherungen ein ärztliches Attest verlangen können, um den Gesundheitszustand der Zähne selbst beurteilen zu können. Je nachdem wie das ausfällt, ist die Versicherung für Erwachsene sehr teuer und im schlimmsten Fall erhält man die Versicherung nicht. Hier lohnt es sich schon für Kinder und Jugendliche solch eine Zahnzusatz-versicherung abzuschließen.
Weitere Extraleistungen, die durch eine Zusatzversicherung in Anspruch genommen werden können, sind z.B. Chefarztbehandlungen, Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder diverse Sonderbehandlungen.

 

Was kosten Schweizer Krankenversicherungen?

So pauschal kann diese Frage auch nicht beantwortet werden, denn die Beitragshöhe der Grundversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Alter, der Wohnort, die Höhe der Franchise und auch die Wahl des Arztmodells, spielen dabei eine Rolle.
Im Falle eines Krankenkassenwechsels kann die Versicherung jährlich zum 30. November gekündigt werden. Die Schweizer Krankenkassen sind verpflichtet, jedem in die Grundversicherung aufzunehmen.

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