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10 Tipps für eine gesunde Ernährung

Beachtet man diese 10 einfachen Dinge, so steht einer gesunden Ernährung nichts mehr im Weg. Iss dich gesund und bleibe fit! Das ist das Motto von diesem Artikel.

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Man ist so gesund wie das, was man isst. Diese Aussage ist bekannt, findet aber nicht immer Gefallen, denn oft wird gesundem Essen ein schlechter Geschmack zugeschrieben. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig, denn nur so bekommt der Körper alle Vitamine, Mineralstoffe und Vitalstoffe, die für die Gesunderhaltung nötig sind. Doch wer weiß schon immer was gesund ist, oder auch nicht? Das Angebot an Nahrungsmitteln in den Supermärkten ist reichhaltig. Ebenso das Angebot an fertigen Nahrungsmitteln. Egal ob es sich dabei um die beliebte Tiefkühlpizza handelt oder die Kost vom Schnellimbiss um die Ecke.

Was ist denn eigentlich eine „gesunde Ernährung“?

Das ist eine sehr berechtigte Frage, der wir einmal nachgegangen sind. Eine gesunde Ernährung soll unseren Körper und auch die Psyche dabei unterstützen, leistungsfähig zu bleiben. Das sind unter anderem Nahrungsmittel, die dem Körper bei Krankheit helfen wieder gesund zu werden. Wenn man an diesem Punkt einmal in Ruhe nachdenkt, werden einem sicherlich viele Lebensmittel einfallen, die das leisten. Denkt man hier auch einen Schritt weiter, so fällt auf, dass diese Nahrungsmittel natürlich oder naturbelassen sind. Natürlich meint in diesem Zusammenhang, dass ein Produkt unabhängig von der Lebensmittelindustrie entstanden ist.

Wie oben schon erwähnt muss der menschliche Körper leistungsfähig bleiben. Dabei helfen uns auch die Lebensmittel, die wir jeden Tag zu uns nehmen. Aber: Nicht jedes Nahrungsmittel, enthält alle benötigten Nährstoffe. Damit wir eine Vielzahl von verschiedenen Nährstoffen aufnehmen können, sollten wir verschiedene (natürliche) Produkte essen. Hier spricht man von einer abwechslungsreichen Ernährung. Die Basis für solch eine Ernährung bilden Vollkornprodukte, Obst und Gemüse.

Obst und Gemüse

Frisches Obst und Gemüse liefern dem Körper wichtige Mineralien und Vitamine. Zudem schmecken sie lecker, lassen sich abwechslungsreich zubereiten und können preiswert gekauft werden, wenn du dich für Sorten der Saison entscheidest. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rät zu 5 Portionen am Tag. Als Maß für eine Portion dient deine eigene Hand. Am besten ist es, wenn du 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst zu dir nimmst. Bei einem Erwachsenen sind das durchschnittlich mindestens 500 Gramm. Neben Vitaminen und Mineralstoffen versorgst du deinen Körper mit reichlich sekundären Pflanzenstoffen. Diese haben eine antioxidative Wirkung und schützen deinen Körper vor freien Radikalen.

Auf den ersten Blick erscheint das sehr viel und wird auch oft nicht geschafft. Ein Apfel, eine Banane oder ein Smoothie sind aber schon jeweils eine Portion. Natürlich kannst du Obst und Gemüse auch in Form von Saft zu dir nehmen. Ein Glas Tomaten- oder Möhrensaft ist ebenfalls eine Portion. Und wenn du am Abend lieber etwas Leichtes isst, dann machst du dir einen gesunden Salat und hast wieder eine Handvoll geschafft. Ist dir die Menge trotzdem zu viel, kannst du beruhigt sein, denn auch mit der Hälfte tust du deinem Körper bereits etwas Gutes.

Tierische Produkte und Fette

Zu den tierischen Lebensmitteln gehören unter anderem Fisch, Fleisch, Wurst, Milch und Milchprodukte und Eier. Neben verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen liefern dir tierische Zutaten sehr viel Eiweiß. Im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln enthalten tierische Produkte aber sehr viel mehr Fett. Daher solltest du sie nur in kleinen Mengen in den Speiseplan einbauen. In diesen Fetten ist zusätzlich Cholesterin enthalten, welches verschiedene Beschwerden auslösen kann, wenn der Cholesterinspiegel in deinem Blut zu sehr ansteigt.

Öle und Fette gehören ebenso zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Du kannst sie in Maßen verwenden, solltest dich aber für gesunde Öle entscheiden. Tierische Fette enthalten viele gesättigte Fettsäuren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Pflanzliche Fette sind gesünder, denn sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Je höher dieser Anteil ist, desto gesünder ist das Öl. Rapsöl, Sojaöl und Erdnussöl besitzen viele ungesättigte Fettsäuren und wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus.

So belastet Getreide den Körper

Ein wichtiger Tipp in Punkto „gesunde Ernährung“, ist der Verzicht auf Weißmehlprodukte. Das fluffige Weißbrot oder das krosse Baguette schmecken natürlich gut, doch sie gehören nicht zu den gesunden Lebensmitteln. Warum ist das so? In den letzten Jahren hat die Anzahl der Getreideallergien stark zugenommen. Oft handelt es sich dabei um eine Unverträglichkeit, die durch das Klebereiweiß im Getreide ausgelöst wird. Bekannt ist dieser Stoff auch als Gluten. Hierbei kann es zu einer Darmschleimhautentzündung kommen, aber auch Erbrechen, Durchfall und Übelkeit sind Symptome einer Glutenunverträglichkeit.

Wenn du Getreide und Getreideprodukte gut verträgst, dann kannst du sie natürlich weiterhin genießen. Doch oftmals ist diese Verträglichkeit nur Schein. Viele Beschwerden sind erst einmal gar nicht chronisch. Folgende Beschwerden können ab und an auftreten: Blähungen, Übelkeit, Verstopfungen, Bauchschmerzen und Sodbrennen sind nur einige davon. Es gibt auch Untersuchungen, die einen negativen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Weißmehlprodukten und Arthrose sowie Rheuma hergestellt haben. Damit du deinem Körper auch über das Getreide wichtige Nährstoffe zuführen kannst, solltest du Vollkorn- oder Schrotprodukte vorziehen.

Welches Getreide ist denn nun aber gesund?

Getreide gehört auch zu einer ausgewogenen Ernährung, aber bitte in Maßen! Das heißt auch, dass man nicht jeden Tag Brot und Brötchen essen sollte. Greift man dann aber doch einmal zu Getreide, egal ob Müsli, Brot oder Brötchen, dann sollte es aus Vollkorn sein. Dieses ist besonders reich an Ballaststoffen und werden zum Teil mit der Schale (diese enthält viele Vitamine) verarbeitet. Alte Getreidearten wie Hirse, Urdinkel, Urroggen, Urgerste, Emmer, Einkorn oder auch Pseudogetreide (Amaranth, Quinoa oder Buchweizen) sind deutlich verträglicher und liefern dem Körper viele Nähstoffe ohne ihn zu belasten.

Essen richtig zubereiten

Die besten und gesündesten Lebensmittel bringen dir keinen gesundheitlichen Vorteil, wenn du sie falsch zubereitest. Besonders wichtig ist das bei Obst und Gemüse, welches reich an wasserlöslichen Vitaminen ist. Beim Kochen gehen die wasserlöslichen Vitamine in das Kochwasser über. In der Regel wird dieses nach dem Kochen aber abgeschüttet, sodass auch wichtigen Vitamine verloren gehen. Möchtest du Vitalstoffe erhalten, dann solltest du Zutaten am besten nur in ein wenig Wasser dämpfen. Aus der verbleibenden Flüssigkeit kannst du eine Soße zubereiten, und bekommst so nach dem Kochen alle Stoffe, die in dem Lebensmittel enthalten sind.

Natürlich wird ein Essen erst dann lecker, wenn es auch gewürzt wird. Mit Gewürzen kannst du deine Gesundheit beeinflussen. Cayennepfeffer ist reich an Vitamin A, stärkt den Stoffwechsel und kann Erkältungen lindern. Chili ist sehr scharf und fördert die Durchblutung. Nelken fördern die Verdauung und Fenchel kann deinen Magen beruhigen. So wie fast jedes Gewürz hat auch Salz eine Wirkung auf deinen Körper. Leider ist diese nicht immer positiv, denn zu viel Salz kann deinen Blutdruck in die Höhe treiben. Salz ist außerdem ein Bestandteil von Natrium. Natrium kommt in vielen Lebensmitteln vor. In Salami, eingelegten Oliven und Ketchup ist der Gehalt besonders hoch.

Zucker ist ebenfalls in vielen Lebensmitteln versteckt und oft wird viel zu viel davon aufgenommen. Zucker kann deinen Zähnen schaden, beeinflusst verschiedene Krankheiten die mit Übergewicht zu tun haben und kann in großen Mengen dein Immunsystem beeinträchtigen. Zucker hat aber auch einen positiven Effekt, denn er schüttet sogenannte Wohlfühlhormone aus – vielleicht kennst du dieses Glücksgefühl bereits von der Schokolade.

Trinken und Flüssigkeitsmenge

Seit vielen Jahren wird eine tägliche Trinkmenge von mindesten zwei Litern empfohlen. Es gibt aber viele Menschen, die nicht so viel trinken können und wesentlich weniger Flüssigkeit zu sich nehmen. Allerdings musst du nicht zwingend 2 Liter am Tag trinken, sondern hörst am besten auf dein „Durstgefühl“. Trinkst du viel mehr, als dein Körper dir durch Durst anzeigt, kann dein Natriumspiegel abfallen. Dann wird es dir übel und du bekommst Kreislaufprobleme. Damit deine Körperfunktionen aufrecht erhalten werden und auch deine Nieren aktiv bleiben, solltest du aber nicht weniger als 1 Liter pro Tag trinken.

Auch Kaffee ist ein Getränk. Oft wurde behauptet, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht. Das ist aber nicht der Fall, sodass du ihn weiterhin genießen und in die Flüssigkeitsmenge mit einrechnen kannst. Natürlich solltest du neben Kaffee auch noch etwas anderes trinken. Gut geeignet sind unter anderem:

  • Wasser
  • Tee (nicht gesüßt)
  • Fruchtsäfte
  • Gemüsesäfte
  • Fruchtsaftschorlen

Milch hat sehr viele Nährstoffe und gilt daher nur zum Teil als Getränk. Auf dein Glas Milch am Tag musst du aber nicht verzichten.

Bunt gemischt – ausgewogene Ernährung

Wenn du dich abwechslungsreich und ausgewogen ernährst, dann hast du eine riesige Auswahl an Zutaten und Lebensmitteln. Du musst weder auf Fleisch noch auf etwas Süßes verzichten, wenn du auf eine gesunde Menge achtest. Ernährst du dich vegetarisch und verzichtest auf Fleisch, dann gibt es viele pflanzliche Quellen, mit denen du deinem Körper Eiweiß in einer ausreichenden Menge zuführen kannst. Ernährst du dich vegan, dann verzichtest du auf alle tierischen Produkte und findest viele pflanzliche Lebensmittel, die deinen Körper versorgen.

Am gesündesten ist es, wenn du dein Essen bunt und in vielen Farben zubereitest. Du bekommst dadurch viele verschiedene Vitamine und Mineralien. Baust du dunkles oder rotes Obst und Gemüse in deinen Speiseplan mit ein, fehlt es auch an sekundären Pflanzenstoffen nicht. Um möglichst frische Produkte zu kaufen, solltest du dich für Obst und Gemüse der Saison entscheiden. Das heißt, du kaufst Obst und Gemüse, welches zur jeweiligen Jahreszeit in der Region wächst.

Ohne Stress essen und genießen

Wenn dein Tag stressig ist, dann bleibt nicht immer ausreichend Zeit zum Essen. Deswegen solltest du versuchen, dir diese Zeit zu nehmen. Wenn du dir ein gesundes Sandwich machst, und dieses zwischen zwei Terminen sozusagen verschlingst, tust du deiner Gesundheit keinen Gefallen, denn Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden können die Folge sein. Am besten ist es, wenn du dir ein wenig Ruhe beim Essen gönnst und es dir richtig schmecken lässt. Du solltest bewusst essen, den Geschmack genießen und dein Essen sprichwörtlich auf der Zunge zergehen lassen. Du darfst dich aber ruhig etwas ablenken lassen und mit Freunden zusammen essen, einen schönen Film dabei ansehen oder Musik hören. Wichtig ist, dass du dir Zeit nimmst und dein Essen nicht verschlingen musst, sondern dich dabei wohlfühlst.

Natürlich gehört auch etwas Süßen zum Genießen dazu. Auch wenn du dich gesund ernährst und auf frische Zutaten achtest, musst du den Süßigkeiten nicht Adieu sagen. Aber auch hier gilt – die Menge macht es. Süßigkeiten enthalten viel Zucker und sind daher auch reich an Kalorien. Wenn du zum Beispiel eine Tafel Schokolade mit Erdbeeren drin naschst, dann nimmst du viel Zucker zu dir, aber leider so gut wie kein Obst, denn in einer Tafel steckt gerade einmal ein Viertel Erdbeere.

Es gibt aber auch gesunde Basics zum Naschen. Nüsse, Trockenfrüchte, Müsliriegel (ohne Zucker), Popcorn, Mandeln, Bananen, Salzstangen (Natrium) und Bitterschokolade bieten dir eine gute und gesunde Auswahl, wenn du Appetit auf etwas Süßes oder Herzhaftes bekommst.

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Essen als Gemeinschaftsprojekt: Allein essen macht krank

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Unser stressiges Leben lässt Essen und den Genuss desselben immer weiter in den Hintergrund rücken. Was früher täglich gemeinsam mit der Familie zelebriert wurde, ist heute ein notwendiges Übel, das nebenher mit Nahrung vom Lieferdienst erledigt wird. Neben Slow Food, der Rückkehr wertschätzenden Essens, ist auch das Essen in Gemeinschaft ein Schritt in die andere Richtung.

Allein essen ist problematisch


Die Studienlage ist diesbezüglich relativ eindeutig: Wer viel alleine isst, hat ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht und weitere Stoffwechselprobleme, die alle mit schlechter Ernährung in Zusammenhang gebracht werden. Wer allein isst, isst in der Regel schneller und neigt dazu, parallel etwas anderes zu tun, zum Beispiel Fernsehen, Emails lesen oder anderes Multitasking. Dabei verliert man die Beziehung zum Essen. Auch das normale Sättigungsgefühl wird dabei oft ignoriert, weil die Konzentration auf ganz andere Dinge fokussiert ist.
Um drohendes Übergewicht erkennen zu können, hilft es, seinen BMI berechnen zu lassen. Anhand dieses Richtwertes kann man sehen, ob man zu viel auf den Rippen hat. Dabei ist auf die leicht unterschiedlichen Grenzwerte für Männer und Frauen sowie die sich mit dem Alter verschiebenden Empfehlungen zu achten.

Wertschätzende Ernährung als Gegenentwurf


Um überschüssiges Körperfett wieder loszuwerden, helfen dauerhaft keine Diäten oder schnellen Ernährungsumstellungen. Stattdessen empfehlen Experten, sich bewusster und wertschätzend zu ernähren. Wer den Genuss am Essen wiederentdeckt und seinen Mahlzeiten die Zeit einräumt, die ihnen gebührt, hat es wesentlich leichter, sich ausgewogen zu ernähren und ein natürliches Sättigungsgefühl wiederzugewinnen. Dieses ist der Schlüssel: Der Körper sendet Signale, auf die zu hören wir wieder lernen sollten.
Dabei hilft auch, in Gemeinschaft zu essen – und dann auch nur ausschließlich zu essen, ohne parallele Berieselung durch Medien. Auch für Singles ist dies machbar, wenn sie sich regelmäßig mit Freunden verabreden, um gemeinsam gesund zu kochen und zu speisen. In diesem Fall fällt es Menschen übrigens auch leichter, mehr Geld für hochwertige und frische Lebensmittel auszugeben und sich Zeit bei der Zubereitung zu lassen – alles weitere Faktoren für eine gesunde Ernährung. Dabei bedeutet “Qualität” oft etwas anderes als einheitliche Supermarktware: Auch krummes Obst und Gemüse verdient unsere Wertschätzung und steht in Vitaminpower seinen geraden Kollegen in nichts nach.

Feste Rituale


Wer Probleme hat, regelmäßige Zeiten einzuhalten oder in der Familie unterschiedliche Zeitpläne zur Deckung zu bringen, um gemeinsame Mahlzeiten einzunehmen, muss nicht verzweifeln. Dies ist eine Frage von Gewohnheit und Gelegenheit und kann eine Weile dauern, ehe langfristig funktionierende Lösungen gefunden werden. Besonders wichtig sind diese für Familien mit kleinen Kindern: Wer früh lernt, dass man sich gemeinsam zum Essen Zeit nimmt und dieses bewusst und langsam genießt, hat auch später weniger Schwierigkeiten, wertschätzend zu essen.

Verdauungsprobleme durch zu schnelles essen


Wer zu schnell große Portionen fettigen Essens verspeist, hat nicht nur langfristig, sondern oftmals auch kurzfristig einige Beschwerden: Völlegefühl, Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Blähungen können sich einstellen. Auch gewöhnt sich der Magen an Überfüllung und dehnt sich stärker. Als erste Hilfe empfehlen wir Apfelessig gegen Sodbrennen, aber genauso wichtig ist es, diese Angewohnheiten Stück für Stück zu ändern und Fastfood durch Slow Food zu ersetzen.

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Fensterglas – welches ist das richtige?

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Beim Glas für die Fenster ist die Auswahl sehr viel größer als sie Laien auf den ersten Blick erscheint. Dass eine Mehrfachverglasung einen guten Wärmeschutz bietet, weiß inzwischen fast jeder. Weniger bekannt sind jedoch die vielen Verglasungen mit besonderen Eigenschaften. Im Folgenden deshalb ein Überblick über die verschiedenen Glasarten, die sich zum Teil auch miteinander kombinieren lassen. So kann zum Beispiel eine Mehrfachverglasung mit guten isolierenden Eigenschaften gleichzeitig einbruchhemmend sein.

Einfachglas

Eine Einfachverglasung findet sich inzwischen nur noch dort, wo eine Wärmedämmung keine Rolle spielt. Sie lässt die Wärme fast ungehindert entweichen und ist deshalb für Wohngebäude nicht mehr zugelassen. Gut geeignet ist sie dagegen für ein Gartenhaus, das nur in den Sommermonaten genutzt wird. Eine einfache Verglasung lässt viel Licht in die Laube strömen. Zudem wird der Innenraum bei Sonnenschein schnell warm, sodass Sie bei entsprechendem Wetter schon früh im Jahr wieder in Ihrem Gartenhaus sitzen können. Ein weiterer Vorteil ist der äußerst günstige Preis.

Doppel-, Dreifach- und Vierfachverglasungen

Eine sehr viel bessere Wärmedämmung als eine Einfachverglasung bietet eine Doppel-, Dreifach- oder Vierfachverglasung, die – wie der Name schon sagt – aus zwei, drei beziehungsweise vier Scheiben besteht. Zwischen den einzelnen Scheiben befindet sich in der Regel eine Füllung aus einem Edelgas, bei dem es sich meist um Argon oder Krypton handelt. Es verstärkt die Isolierung nochmals.

 

Schallschutzglas

Im Hinblick auf den Schallschutz stellen die Fenster eine Schwachstelle dar, denn Lärm dringt vor allem durch die Fensterscheiben in ein Gebäude. In der Nähe von Flughäfen, Bahngleisen, Industriegebieten, Autobahnen und anderen Lärmquellen bietet es sich daher an, durch eine Schallschutzverglasung für mehr Ruhe in den Innenräumen zu sorgen.

Solch eine Verglasung besteht aus mehreren Scheiben, die verschiedene Dicken haben und in unterschiedlichen Abständen angebracht sind. Durch diesen asymmetrischen Aufbau werden die Schallwellen gebrochen und eine Weiterleitung des Lärms an die Innenräume unterbunden. Hierbei gilt, dass der Schallschutz umso höher ist, je dicker die Scheiben und je größer die Abstände sind. Einen zusätzlichen Effekt haben eine Füllung aus Edelgas und eine spezielle Folie.

Eine gute Orientierung beim Kauf von Schallschutzfenstern bietet die Einteilung in Schallschutzklassen. Nach der DIN 4109 unterteilt man Schallschutzfenster in die Klassen 1 bis 6. Fenster der Klasse 6 bieten den höchsten Schallschutz.

Quelle: Fenster Hannover – Holzkämpfer Bauelemente

 

Sonnenschutzglas

Große Fensterflächen sind inzwischen sehr beliebt, denn durch sie entstehen lichtdurchflutete Räume, die entsprechend großzügig wirken. An heißen Sommertagen kann es in Zimmern mit großen Fenstern jedoch schnell zu heiß werden. Gleiches gilt für hohe Gebäude wie die Büro- und Verwaltungsgebäude mit zahlreichen Fenstern sowie die Fenster auf ausgebauten Dachböden. Lässt sich ein Hitzeschutz nicht durch andere Maßnahmen wie zum Beispiel das Herunterlassen der Rollläden sicherstellen, ist eine Sonnenschutzverglasung eine gute Lösung.

Sie absorbiert oder reflektiert die Sonnenstrahlen und hält dadurch die Räume auf einer angenehmen Temperatur. Absorbierendes Sonnenschutzglas enthält spezielle Farbstoffe wie zum Beispiel Eisenoxid. Reflektierendes Sonnenschutzglas ist dagegen beschichtet. Diese fast unsichtbare Beschichtung kann auf der Außenseite aufgetragen werden. Dort hat sie den größten Effekt, führt allerdings auch dazu, dass das Glas spiegelt. Diese Spiegelung tritt bei einer Beschichtung auf der Innenseite kaum oder gar nicht auf.

Sowohl absorbierendes als auch reflektierendes Sonnenschutzglas hat eine geringere Lichtdurchlässigkeit als herkömmliches Glas. Beide Varianten lassen aber dennoch ausreichend Tageslicht in die Räume strömen.

 

Intelligentes Glas

Intelligentes Glas verwandelt sich auf Knopfdruck oder auch von allein von einem Klarglas zum Beispiel in ein Milchglas, das Personen außerhalb des Gebäudes den Blick in die Räume verwehrt. Diese Zusatzfunktion lässt sich durch verschiedene Techniken realisieren, deshalb unterscheidet man zwischen dem elektrochromen Glas, dem thermochromen Glas und dem LC-Glas. Beim elektrochromen Glas und beim LC-Glas verändert sich die Lichtdurchlässigkeit durch das Anlegen einer geringen elektrischen Spannung. Das thermochrome Glas reagiert dagegen auf Wärme, die zumeist durch Sonneneinstrahlung entsteht. Es färbt sich von allein ein und wird automatisch wieder klar, wenn die Wärme nachlässt.

 

Selbstreinigendes Glas

Eine selbstreinigende Verglasung ist nicht nur für große Gebäude attraktiv, in denen sich die Fenster nicht komplett öffnen lassen. Auch die meisten privaten Hausbesitzer verzichten gern auf das regelmäßige Putzen der Fenster und vor allem der Glasflächen, die nur schwerlich zu erreichen sind. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Glasdach einer Terrasse, das sich von oben kaum reinigen lässt.

Beim selbstreinigenden Glas macht eine spezielle Beschichtung die Glasoberfläche fotokatalytisch und hydrophil. Fotokatalytisch bedeutet, dass die UV-Strahlen der Sonne alle organischen Verschmutzungen zersetzen. Der Begriff hydrophil besagt, dass sich Feuchtigkeit, bei Fenstern also vor allem das Regenwasser, gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche verteilt. Nachdem die Verschmutzungen zersetzt wurden, fehlt daher nur noch ein Regenschauer, damit die Scheiben wieder sauber sind.

 

Brandschutzglas

Durch eine Verglasung aus Brandschutzglas lässt sich die Ausbreitung eines Feuers eindämmen. Dieses Glas ist zwischen den einzelnen Scheiben mit einer Brandschutzschicht versehen. Sie schäumt auf, wenn durch die Hitze des Feuers eine Scheibe zerbricht. In diesem Zustand hat sie einen isolierenden Effekt, sodass weniger Hitze durch die noch vorhandenen Scheiben dringt. Dadurch verhindert sie, dass empfindliche Materialien auf der anderen Seite der Scheibe allein durch die Hitze in Brand geraten. Gleichzeitig setzt sie eine gewisse Menge Wasser frei und sorgt dadurch für eine leichte Abkühlung.

Brandschutzglas wird in die Klassen F30 feuerhemmend, F60 hochfeuerhemmend sowie F90 und F120 feuerbeständig unterteilt. Die Zahl steht jeweils für die Anzahl Minuten, die das Glas einem Feuer und allen damit verbundenen Einflüssen wie Hitze oder Rauch standhält.

 

Sicherheitsglas

Herkömmliches Glas zerspringt bei einem Bruch in Scherben mit scharfen Kanten, die Verletzungen verursachen können. Möchten Sie dieses Risiko minimieren, können Sie sich für Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG) entscheiden. Einscheibensicherheitsglas zerfällt beim Zerspringen in kleine Bruchstücke, die keine scharfen Kanten haben. Noch mehr Sicherheit bietet das Verbundsicherheitsglas, das aus mehreren Glasscheiben besteht. Zwischen diesen Scheiben befindet sich eine reißfeste Folie, an der die Scherben bei einem Bruch haften bleiben. Verbundsicherheitsglas erhöht daher auch den Schutz vor Einbrechern, denn es verhindert, dass Kriminelle durch eine zerschlagene Scheibe hindurchgreifen, um ein Fenster von der Innenseite zu entriegeln.

 

Einbruchhemmendes Fensterglas

Einen noch besseren Schutz vor Einbrechern bietet eine einbruchhemmende Verglasung. Sie wird gemäß der DIN EN 356 mit Kürzeln wie P4A gekennzeichnet. Hinter diesem Kürzel verbergen sich zahlreiche Kriterien, daher lassen Sie sich bei der Auswahl einer einbruchhemmenden Verglasung am besten von einem Fachmann beraten. Für privat genutzte Gebäude werden jedoch meist P4A- oder P5A-Verglasungen genutzt. Durch sie entstehen in Kombination mit den geeigneten Rahmen und Beschlägen einbruchhemmende Fenster in den Widerstandsklassen RC2N beziehungsweise RC3.

 

Vogelschutzglas

Vögel erkennen herkömmliche Glasscheiben nicht und kommen beim Aufprall auf Glas oft zu Tode. Um dies zu verhindern, gibt es das Vogelschutzglas, das mit einer speziellen Beschichtung versehen ist. Sie reflektiert UV-Licht, das für Vögel sichtbar, für Menschen jedoch unsichtbar ist. Scheiben aus Vogelschutzglas sehen für uns Menschen daher genauso aus wie jedes andere Glas, sind jedoch ein guter Beitrag zum Naturschutz. Sie bieten sich neben öffentlichen Bereichen vor allem für Fensterflächen an, bei denen es in der Vergangenheit schon häufiger zu einem sogenannten Vogelschlag gekommen ist. Schuld sind nicht selten Bäume und Sträucher, die sich in den Scheiben spiegeln, oder eine Spiegelung des Himmels.

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Tipps für die eigene Hobbywerkstatt

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Viele Heimwerker träumen von der eigenen Hobbywerkstatt. Mit allen nötigen Tools ausgerüstet lässt sich so das Eigenheim in Schuss halten, Möbel reparieren, Fahrräder warten und sogar der Innenausbau von Räumen realisieren. Hierzu sind lediglich ein gewisses handwerkliches Geschick sowie Werkzeuge und Maschinen nötig. Eine gut ausgestattete Hobbywerkstatt ist also nicht nur Träumerei, sondern durchaus sinnvoll. Einige interessante Punkte im Kontext der Hobbywerkstatt werden im Folgenden etwas genauer betrachtet.

Die Wahl der Räumlichkeiten

Noch bevor es um die Frage geht, welche Säbelsäge mit Akku es denn sein soll oder ob der Bosch Drehschlagschrauber eine gute Alternative ist, gilt es eine Antwort darauf zu finden, wo die Hobbywerkstatt genau realisiert werden kann. Diese sollte dann selbstverständlich ausreichend Platz bieten, um die genannten Werkzeuge und Maschinen als auch alles Weitere für den Heimwerker Wichtige fassen zu können. Darüber hinaus gilt es diese Werkstatt ebenfalls, als eine Art Rückzugsort zu sehen, an dem der Heimwerker seinen Ideen freien Lauf lassen kann und an dem es ihm möglich ist, auf die vielfältigen Herausforderungen, die sich ihm stellen können, neue Lösungen zu finden. Insofern spielt die Qualität der Räumlichkeit ebenso eine große Rolle wie die Wahl der Werkzeuge selbst.

Bevorzugt werden üblicherweise Räume, die sich im Keller oder im Dachboden befinden. Allerdings bieten sich ebenso die Garage oder das Gartenhaus an. An allen Orten sollte jedoch sichergestellt sein, dass es zum einen eine zuverlässige Stromversorgung gibt und zum anderen eine Wasserversorgung. Ebenfalls ist es wichtig, darauf zu achten, dass ausreichend Platz für Hängeschränke, Werkbank, Schränke und Regale ist. Wer sich viel in der Hobbywerkstatt aufhalten wird, darf sich zudem mit dem Gedanken auseinandersetzen, wie diese in der kalten Jahreszeit beheizt wird. Das ist nicht nur für den Heimwerker an sich wichtig, sondern ebenfalls für die Werkzeuge, die sich in der Hobbywerkstatt befinden. Schließlich sollte der Raum trocken sein, sodass vermieden wird, dass sich an diesen Rost ansetzt.

Interessante Aspekte bei der Ortswahl

Bei der Auswahl des Ortes für die eigene Werkstatt gibt es noch ein paar Tipps, die bei der Entscheidung helfen sollen:

Wie viel Platz wird für die Hobbywerkstatt tatsächlich benötigt?

Hier ist zu beachten, dass selbst eine kleine Werkbank mindestens 1,5 Meter auf 0,8 Meter misst. Hinzu kommen die Maße für Schränke sowie Hängeregale und Weiteres. Ebenso ist der Platzbedarf für Maschinen und das Werkzeug zu beachten. Im Schnitt sollte die Mindestgröße einer eigenen Werkstatt bei mindestens 12 Quadratmetern liegen. Bei der Einrichtung selbst hat der Hobbyheimwerker selbstverständlich absolut freie Hand. So gibt es in der Zwischenzeit moderne Komplettsets, die sich zur Einrichtung der Werkstatt ebenso anbieten wie separate Werkbank, Werkstattwagen, Werkzeugwand, diverse Regale und selbstverständlich Schränke.

Der Blick auf das Werkzeug

Neben der hier erwähnten Säbelsäge mit Akku oder dem Bosch Drehschlagschrauber braucht es selbstverständlich auch eine Auswahl an Grundwerkzeugen, die in jeder Werkstatt vorhanden sein sollten. Hierzu zählen etwa Hammer, ein Satz Innensechskantschlüssel, ein Satz Schraubendreher, Wasserwaage, Schraubzwinge, Schraubstock, Satz Innensechskantschlüssel, Teppichmesser, Akkuschrauber mit Bitsatz, Stifte zum Markieren, Kombizange sowie Seitenschneider, ein Satz Ringschlüssel und zum Aufräumen selbstverständlich Schaufel und Handfeger. Je nach Bedarf lässt sich diese Auswahl selbstverständlich mit allerlei weiteren Werkzeugen und Maschinen ausbauen. Hierzu zählen etwa Tischkreissäge, Tischbohrmaschine, diverse Malerwerkzeuge, Handkreissäge und vieles mehr. Auf keinen Fall fehlen darf die persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Arbeitshandschuhen, Schutzbrille und Gehörschutz.

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